Brite souverän vorne

Erstes Monza-Training: Hamilton hängt Vettel ab

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Der Silberpfeil wird seinem Namen in Monza gerecht.

Heimspiel für Ferrari und Sebastian Vettel - aber der Favorit heiß Hamilton. Im ersten Training in Monza wurde der Mercedes-Pilot dieser Rolle gerecht.

Ferrari-Star Sebastian Vettel scheint beim Formel-1-Heimspiel der Scuderia in Monza schlechte Karten gegen seinen Titelrivalen Lewis Hamilton (England) im Mercedes zu haben. Im ersten freien Training zum Großen Preis von Italien war der Heppenheimer als Dritter in 1:22,652 Minuten auf seiner besten Runde um ganze 1,115 Sekunden langsamer als der Trainingsschnellste Hamilton.

Zwischen die beiden großen WM-Kandidaten schob sich noch Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas (Finnland/+0,435 Sekunden), Vierter wurde Vettels Edelhelfer Kimi Räikkönen (Finnland/+1,152). Damit deutet sich an, dass Mercedes im vierten Jahr hintereinander auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Norditalien klar den Ton angibt. Ferrari ist seit 2010 in Monza ohne Sieg.

Punktgleichheit nach dem Rennen möglich

Renault-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich) wurde nur 17. (+3,005), der Worndorfer Pascal Wehrlein kam im Sauber nicht über Rang 19 (+3,686) hinaus.

Wenn das Kräfteverhältnis an der Spitze so bleibt, würde sich der WM-Kampf am Ende der Europa-Saison weiter zuspitzen: Gewinnt Hamilton am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) vor Vettel, stünde es in der Meisterschaft sieben Rennen vor dem Saisonende nach Punkten 238:238. Schiebt sich noch ein Konkurrent dazwischen, würde Hamilton gar ausgerechnet beim Ferrari-Heimspiel erstmals in diesem Jahr die alleinige WM-Führung übernehmen.

Der Engländer kann zudem im Qualifying am Samstag den "ewigen" Pole-Rekord auf 69 schrauben und damit Rekordweltmeister Michael Schumacher distanzieren, mit dem er erst in der Vorwoche im belgischen Spa gleichgezogen war.

Schwache Red Bull tauschen Teile

Zumindest droht Vettel wohl keine Gefahr durch Red Bull. Der frühere Weltmeister-Rennstall, der sich im übernächsten Rennen in Singapur (17. September) bessere Chancen ausrechnet, tauschte an beiden Autos zahlreiche Motorkomponenten aus. Der Australier Daniel Ricciardo wird damit im Rennen um 20 Startplätze zurückversetzt, Max Verstappen (Niederlande) um 15.

Auch die Spanier Fernando Alonso (McLaren-Honda/35 Plätze zurück) und Carlos Sainz jr. (Toro Rosso/zehn Plätze zurück) starten am Sonntag von weit hinten.

sid

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