Triumph in Schweden

Deutsches Dressur-Team sichert sich vorzeitig EM-Gold

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Isabell Werth machte am Mittwochabend den Triumph der deutschen Dressurreiter perfekt

Triumph in Schweden: Der 23. EM-Titel für eine deutsche Dressur-Equipe ist endgültig unter Dach und Fach - und das mehr als souverän.

Göteborg - Schon vor dem letzten Ritt durfte sich das deutsche Dressur-Team über Gold freuen. Isabell Werth hätte gar nicht mehr reiten müssen - so überlegen gewann das Quartett um die erfolgreichste Reiterin der Welt bei der Europameisterschaft in Göteborg. „Das war eine starke Leistung“, schwärmte Equipe-Chef Klaus Roeser am Mittwochabend. Silber ging an Dänemark vor Schweden.

„Wir waren die bei weitem stärkste Nation“, sagte Sönke Rothenberger. Der 22-Jährige hatte am Mittwoch den Vorsprung so weit ausgebaut, dass die anderen Mannschaften chancenlos waren. Während Werth sich mit ihrer Stute Weihegold noch auf dem Abreiteplatz vorbereitete, schwanden die theoretischen Zweifel am deutschen Sieg mit der letzten dänischen Starterin Cathrine Dufour.

Schon der 23. Titel

Im Einzelklassement der Teamwertung erschien auf den vorderen sechs Positionen der Anzeigetafel im Ullevi-Stadion von Göteborg viermal Schwarz-Rot-Gold. Hatten sich die ehemalige Weltranglistenerste Langehanenberg und Schneider bereits am Dienstag die Plätze eins und zwei gesichert, schoben sich Werth und Rothenberger am Mittwoch noch an den beiden vorbei.

Es ist das 23. Mal, dass deutsche Reiter den Mannschafts-Titel gewannen. Die schlechtesten Platzierungen waren bisher die dritten Plätz 2009 in Windsor und 2015 in Aachen.

Wiedergutmachung für peinlichen Heim-Auftritt

Mit dem Erfolg rehabilitierte sich die führende Dressur-Nation für den peinlichen Auftritt bei der Heim-EM vor zwei Jahren. In Aachen trat das Team mit dem nicht mehr fitten Wunderpferd Totilas an und erhielt nur Bronze.

Am Dienstag hatten Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit Damsey und Dorothee Schneider (Framersheim) mit Sammy Davis Jr. vorgelegt und das Team weit in Führung gebracht. Am Mittwoch ritt Rothenberger mit Cosmo und sagte: „Für das Team war das heute genug, fürs Einzel müssen wir uns noch verbessern.“ Am Freitag gibt es Medaillen im Grand Prix Special und am Samstag in der Kür.

Springreiter schwächeln noch

Während das Dressur-Team seinen Sieg feiern durften, musste die Mannschaft der Springreiter den durchwachsenen Start verarbeiten. „Wir sind noch nicht ganz weit weg“, kommentierte Bundestrainer Otto Becker. Sein Quartett mit drei EM-Neulingen liegt nach der ersten von drei Teilprüfungen auf Platz sieben. Es führt die Schweiz vor Frankreich und Schweden.

dpa/SID/fn

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