Saisonauftakt in Kuusamo

Deutsche Kombinierer vom Winde verweht - Norweger feiern Doppelsieg

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Trio auf dem Podium: Espen Andersen (M.) setzt sich vor seinem norwegischen Landsmann Jan Schmid (l.) und dem Japaner Akito Watabe durch.

Beim Saisonauftakt im finnischen Kuusamo haben die erfolgsverwöhnten deutschen Athleten Pech mit den Wetterverhältnissen. Der Sieg geht nach Norwegen.

Kuusamo - Das hat es schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gegeben: Die erfolgsverwöhnten deutschen Nordischen Kombinierer haben beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo das Podest nicht nur verfehlt, sie waren nahezu meilenweit davon entfernt. Beim norwegischen Doppelsieg von Espen Andersen vor Jan Schmid war Altmeister Björn Kircheisen als Achter bester DSV-Starter. Er hatte aber 1:18 Minuten Rückstand auf den Sieger, der zum ersten Mal überhaupt auf ein Podest klettern durfte.

Was war passiert? „Wir sind beim Springen mit den wechselnden Bedingungen überhaupt nicht zurecht gekommen. Auf dieser windanfälligen Schanze brauchst du Entschlossenheit und technische Perfektion, also Top-Form. Und die haben wir momentan noch nicht. Und dann fehlte unseren Besten auch noch das Glück in Sachen Windunterstützung“, sagte Coach Hermann Weinbuch mit einem bitteren Lächeln in der ARD.

Heftiges Schneegestöber und drehender Wind bei Frenzel-Sprung

Besonders betroffen war der fünfmalige Weltcup-Gesamtsieger Eric Frenzel. Als Letzter auf dem Bakken, setzte nicht nur ein plötzlich heftiges Schneegestöber ein, der Wind drehte auch binnen Sekunden. Sah sein Sprung im oberen Teil noch technisch gut aus, fehlte ihm wenig später jegliche Windunterstützung. Er landete bei 100 Metern und verzichtete angesichts von 4:31 Minuten Rückstand auf Sprung-Sieger Mario Seidl aus Österreich (131 Meter) auf den Fünf-Kilometer-Lauf. „Es ist schon etwas ärgerlich, wenn die Saison mit einer Lotterie beginnt. Es gibt aber eben immer glückliche und unglückliche Momente. Wir haben ja in den nächsten Tagen hier noch zwei Wettkämpfe. Mal sehen, was da noch geht“, bemerkte der Olympiasieger aus Oberwiesenthal.

Trotz 3:40 Minuten Rückstand nach dem Springen startete Rekordweltmeister Johannes Rydzek. Doch auch er konnte sich vom 22. Rang kaum nach vorn arbeiten, kam auf Rang 19. So war es Kircheisen vorbehalten, für das beste DSV-Ergebnis zu sorgen. Doch auch sein Rückstand war viel zu groß, um vorn noch etwas zu bewegen. „Ich habe einen guten Lauf gemacht, mich vor den nächsten zwei Tagen schon mal ordentlich ausbelastet. Es war ein ganz guter Wettbewerb“, sagte der 34-Jährige.

Bundestrainer Weinbuch stellte fest: „Wir warten mal die nächsten Tage ab und dann werden wir sehen, ob wir uns Sorgen machen müssen“, erklärte der Coach.

dpa

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