Rosberg als Manager

Die deutsche Chance: Massas Abschied aus der Formel 1

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Nico Rosberg ist jetzt der Manager von Robert Kubica. Foto: Sebastian Gollnow

Es muss schmerzen im Fan-Herzen. Im kommenden Jahr hat Brasilien nach jetzigem Stand keinen aktiven Formel-1-Fahrer mehr, Felipe Massa verabschiedet sich vom Williams-Rennstall. Sein Déja-vu-Abschied eröffnet zwei Deutschen eine Chance.

Saõ Paulo (dpa) - Der Abschied des Brasilianers Felipe Massa am Ende der Formel-1-Saison dürfte für Pascal Wehrlein oder Nico Rosberg die große Chance sein.

Beide kennen sich, fuhren zu Rosbergs aktiven Zeiten auch schon zusammen in einem Rennstall. Rosberg, der Stammpilot bei Mercedes, Wehrlein der Reservefahrer. Ein Jahr nach Rosbergs überraschendem Abschied geht es für Wehrlein um ein Stammcockpit, für Rosberg darum, einem anderen als Wehrlein den freien Platz beim britischen Traditionsteam Williams zu besorgen.

Äußern wollte sich der ansonsten medial immer noch sehr präsente Rosberg, Weltmeister von 2016, auf Anfrage nicht zum aktuellen Stand der Verhandlungen als Mitberater des Polen Robert Kubica. Es wäre ein Coup, keine Frage. Seit November 2010 bestritt Kubica kein Formel-1-Rennen mehr. Ein schwerer Rallye-Unfall im Februar 2011 zerstörte fast seinen rechten Unterarm. Und wohl womöglich auch nur fast eine Rückkehr nach sieben Jahren.

Rosberg bewarb seinen Klienten bereits öffentlich, Wehrlein kämpft mithilfe des einst gemeinsamen Arbeitgebers Mercedes um eine Fortsetzung seiner Karriere. Zwei Jahre ist er in der Formel 1. zunächst bei Manor, das Team ging pleite, seit diesem Jahr bei Sauber. Bei den Schweizern hat er keine Zukunft mehr.

Wehrleins vermeintlicher Vorteil kann auch ein Nachteil sein. Er ist immer noch ein Mercedes-Fahrer und deswegen für Teams mit einem anderen Motorenpartner keine Ideallösung. Sich allein auf die Suche nach einem der noch verbliebebenen wenigen Cockpits zu machen, ist praktisch aussichtslos. "Es ist heute nicht möglich, sich selbst ein Cockpit zu besorgen, wenn man keine Sponsoren hat. Könnte meine Familie fünf bis zehn Millionen zahlen für nächstes Jahr, dann hätte ich ein Cockpit", sagte der Sigmaringer in Brasilien.

Dort, wo diesmal für Noch-Williams-Pilot Massa endgültig das letzte Heimrennen bestreiten will. Das habe Massa doch vor einem Jahr schon gesagt, meinte Weltmeister Lewis Hamilton. "Es ist tatsächlich mein zweites Rücktrittrennen in Brasilien, dieses Mal ist es aber wirklich das letzte in der Formel 1" versicherte der scheidende Brasilianer.

Nebenbei: Hamilton wäre wiederum der Wunschkandidat bei Williams von Lance Stroll, aber der viermalige Champion von Mercedes sei ja nicht frei, meinte der erst 19 Jahre alte Kanadier, um dann seinen Wunsch als Scherz abzutun.

Wann eine Entscheidung über Strolls künftigen Teamkollegen fällt, für wen sie fällt - es ist offen. Bei Massas Rücktrittsankündigung hatte Williams erklärt, es zu gegebener Zeit mitzuteilen. Wehrlein wagte auch keine Prognose, im Vorhersagen sei er nicht so gut.

Was gegen Wehrlein spricht, ist sein Alter. Das klingt bei einem, der zwei Jahre Erfahrung als Stammpilot mitbringt, aber mit 23 Jahren noch so viel vor sich hat, im Duell mit einem, der im Dezember 33 Jahre alt wird, womöglich skurril. Für den Alkoholhersteller Martini, dessen Name auf dem Williams unübersehbar prangt, dürfte Wehrlein aber nicht überall werben. Er müsste 25 Jahre alt sein.

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