Endstation Halbfinale

Kerber verpasst Finale bei WTA-Turnier in Tokio 

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Angelique Kerber hat das Finale in Tokio verpasst.

Finale verpasst: Angelique Kerber scheiterte beim WTA-Turnier in Tokio an der Russin Anastasia Pawljutschenkowa.

Tokio - Dem Hochgefühl folgte die Ernüchterung: Einen Tag nach ihrem Erfolg gegen die Weltranglistenvierte Karolina Pliskova verpasste die favorisierte Kielerin Angelique Kerber beim WTA-Turnier in Tokio ihr zweites Endspiel des Jahres. Die zweimalige Grand-Slam-Gewinnerin musste sich im Halbfinale nach schwachem Start der Russin Anastasia Pawljutschenkowa mit 0:6, 7:6 (7:4), 4:6 geschlagen geben.

"Das war ein Drama für beide Seiten. Ich hatte nicht damit gerechnet, so gut ins Match zu kommen", sagte Pawljutschenkowa, die auch im zweiten Durchgang schon mit 3:0 und 5:2 führte. Doch Kerber kam zurück, holte sich den Satz und lag im entscheidenden Durchgang ihrerseits 3:0 vorn.

Und wieder wendete sich das Blatt. Pawljutschenkowa glich aus und schaffte das Break zum 4:3. Kerber drosch vor Wut auf den Ball ein. Die Gefühlsentladung nutzte nichts mehr. Mit dem ersten Matchball holte sich die Russin Satz und Sieg.

Kerber, die im Ranking am Montag von Position 14 auf 12 klettern wird, packte schnell ihre Tasche und verschwand im Eiltempo in den Katakomben. Ihren nächsten Auftritt hat sie beim Turnier im chinesischen Wuhan ab kommenden Montag.

Kerber erhält trotz Niederlage Lob

"Sie ist eine großartige Kämpferin, sie verdient allergrößten Respekt. Es ist niemals leicht gegen sie. Sie ist immer in der Lage, ein Spiel zu drehen", meinte Pawljutschenkowa, die im zehnten Duell mit der Deutschen zum fünften Sieg kam. Sie trifft im Finale auf Caroline Wozniacki (Dänemark/Nr. 3). Die Titelverteidigerin setzte sich gegen die topgesetzte Branchenführerin Garbine Muguruza aus Spanien unerwartet und deutlich mit 6:2, 6:0 durch.

Die zweimalige Grand-Slam-Gewinnerin Kerber hat in diesem Jahr erst einmal ein WTA-Endspiel erreicht. Im April verlor sie im mexikanischen Monterrey ebenfalls gegen Pawljutschenkowa. Hoffnung kann Kerber jedoch aus ihrem Sieg im Viertelfinale am Freitag schöpfen. Das Duell der ehemaligen Weltranglistenersten gegen Karolina Pliskova entschied die Deutsche mit 7:6 und 7:5 für sich und fühlte sich in ihrer Selbsteinschätzung bestätigt.

"Ich weiß, dass ich immer noch die besten Spielerinnen schlagen kann", hatte sie erklärt und selbstbewusst angefügt: "Ich habe heute gezeigt, dass ich noch so spielen kann wie im letzten Jahr." 2016 war ihr Jahr: Grand-Slam-Triumphe in Melbourne und New York, Finals in Wimbledon und bei den Olympischen Spielen in Rio, dazu der Sprung an die Spitze des Rankings.

SID

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