Utopiastadt

Zum Geburtstag soll der Bahnhof Mirke fertig sein

Seit 2019 läuft die Sanierung des Mirker Bahnhofs. Aktuell ist der Kran dort aufgebaut. Foto: afi
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Seit 2019 läuft die Sanierung des Mirker Bahnhofs. Aktuell ist der Kran dort aufgebaut.

2022 wird die Heimat der Utopiastadt in Wuppertal 140 Jahre alt – Aktuell wird am Dach gearbeitet

Von Manuel Praest

Wuppertal. Irgendwas ist immer rund um den Bahnhof Mirke los. Und Baustelle ist er seit längerem auch – und nicht zu übersehen: Seit kurzem steht ein Kran an der Utopiastadt. Die Restaurierung des Denkmals läuft und läuft.

Der Kran werde nicht nur für die Dacharbeiten, sondern auch für die Fassade genutzt, erklären Isabella Rosenkaymer vom Büro Insa4 und Projektleiterin Franziska Schmidt. Denn auch da geht es weiter, die Hausschwammarbeiten stehen unter anderem an. Die Gesamtkosten der Sanierung dürften bei rund fünf Millionen Euro liegen, zum Großteil gefördert.

Die restlichen 14 Prozent müssen die Mitglieder der Utopiastadt durch Eigeninitiative und Selbstarbeit erbringen, wie Christian Hampe, Geschäftsführer der gGmbH Utopiastadt, erklärte. An dem Bauprojekt wirken derzeit drei Bufdis, also Personen aus dem Bundesfreiwilligendienst, fünf Utopisten und die externen Mitarbeiter der Baugewerke mit. Aktuell seien die Utopisten dabei, die Fenster zu sanieren, erklärt Schmidt. Was den Zeitplan angeht, hänge es jetzt ein wenig auch am neuen Bauantrag, sagen Schmidt und Rosenkaymer. Der ursprüngliche sei 2019 bewilligt worden, es hätten sich allerdings noch Änderungen ergeben – die wiederum an die neue Bauordnung angepasst wurden.

Die Corona-Auflagen wiederum erschwerten mitunter die Eigenarbeiten der Utopisten, wie Schmidt erklärt, weil das nicht direkt unter „Bauwirtschaft“ falle. Die Fenstersanierung „in einem großen Rutsch“ draußen auf dem Gelände sei deshalb nicht möglich gewesen. Die Utopisten seien insgesamt aber sehr fleißig, lobt Schmidt das Miteinander. Vieles passiere allerdings im Gebäude, was von außen eben nicht zu sehen sei.

Wann wird der Bahnhof denn komplett „fertig“ sein? Im kommenden Jahr feiert das 1882 eröffnete Bauwerk, das einst mit dem Bau am Döppersberg um den Titel als Elberfelder Hauptbahnhof konkurrierte, seinen 140. Geburtstag. Bis dahin hofften auch die Utopisten auf die Fertigstellung, erklärt Rosenkaymer.

„Wir freuen uns natürlich sehr, wenn es da weitergeht“, sagt Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertalbewegung. Der Bahnhof Mirke sei eine sehr zentrale Stelle der Nordbahntrasse. Vom Bahnhof Ottenbruch bis zur Mirke sei es praktisch ein „gestreckter Ballungsraum im Bereich Elberfeld“, wie Gerhardt es nennt. „Ähnlich dem Bergischen Plateau im Bereich Barmen.“ Und am Bahnhof Mirke geht es zumindest voran. Am Bahnhof Ottenbruch herrscht bekanntlich seit längerem Baustopp.

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