„Nimm-Deinen-Hund-mit-zur-Arbeit“-Tag

Zonk ist die Super-Spürnase der Polizei

Seiner Hundeführerin gehorcht Zonk aufs Wort. Foto: Stephan Köhlen
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Seiner Hundeführerin gehorcht Zonk aufs Wort.

Einsatzgebiet des dreijährigen Malinois ist der Kreis Mettmann

Von Dirk Neubauer

Mettmann. Gut, dass sich Zonk im Fernsehprogramm nicht auskennt. Sonst könnte der dreijährige Malinois, der belgische Schäferhund, echt sauer werden. Denn im Flimmerkasten der Zweibeiner war der Zonk eine eher krude Mischung aus Maus und Maulwurf, ein rot-schwarzes Stofftier als Trostpreis bei der Fernsehshow „Geh aufs Ganze“.

Wobei: Aufs Ganze geht Zonk für sein Leben gern. „Der hat 120 PS, sage ich immer“, sagt Zonks Polizeihundeführerin, eine Polizeioberkommissarin mit dem Vornamen Janine. Ihren Nachnamen möchte sie nicht in der Zeitung lesen. Das muss aber auch nicht sein. Denn hier geht es zuallererst um „Zonk vom Airport Hannover“, so der volle Vor- und Zuname des Rüden. Er ist der Star, als er am Freitag, 25. Juni, zum weltweiten „Nimm-Deinen-Hund-mit-zur-Arbeit“-Tag dabei ist.

„Seine antrainierten Fähigkeiten basieren auf dem Spielbetrieb der Hunde.“

Polizei-Hundeführerin

Zonk ist Schichtdienst gewöhnt. Im Polizeibus hat er seinen Platz in einem Transportkäfig, bis er tatsächlich zum Einsatz kommt. Zonk weiß ganz genau: Wenn er das breite, dunkle Geschirr mit der weißen Aufschrift „Polizei“ trägt, dann ist er im Dienst. Anders als bei anderen Bürohunden bedeutet das für alle Kollegen: Lieber eine Portion Abstand halten. „Denn Zonk kann nicht unterscheiden, ob da ein Polizeikollege auf uns zukommt oder jemand in böser Absicht“, erläutert die Polizeihundeführerin. Deshalb wird erst einmal jeder verbellt. Auf Kommando verstummt Zonk.

Gehorsam und Unterordnung ist Teil von Zonks Ausbildung. „All seine antrainierten Fähigkeiten basieren auf dem Spieltrieb der Hunde“, erläutert die Polizeihundeführerin. Zwang und Schläge würden einen Hund nur verderben. Malinois sind bei der Polizei neben anderen Hunderassen deshalb so beliebt, weil sich diese Hütehunde immer zu 110 Prozent für ihre Aufgabe engagieren. „Da muss ich auf Zonk aufpassen“, sagt Janine. Eine Spurensuche etwa fordert eine Hochleistung von Zonk. „Er wird tatsächlich deutlich wärmer.“

Harter Auswahlprozess und Rente bei der Hundeführerin

Spätestens nach 20 Minuten muss der vierbeinige Kollege abbrechen und erst einmal eine Pause machen. Da ist seine Hundeführerin unerbittlich. „Bei einer Suche habe ich die Kollegen dann schon mal in die vom Hund angegebene Richtung geschickt und bin mit ihm zurückgeblieben.“ Es war die richtige Spur. Die Vorgängerin von Zonk, eine Rottweiler-Hündin, verbringt ihre Rente bei Janine, die neben Zonk drei weitere Vierbeiner hält. Denn das Mensch-Hund-Polizeiteam ist in langen Dienststunden zusammengewachsen. „Da soll es der Vorgängerin weiterhin gut gehen.“ Außerdem lerne Zonk von ihr. „Manchmal allerdings auch die Macken“, sagt Janine.

Bis Zonk Polizeihund werden durfte, wurde er ausgewählt, vielfach untersucht, trainiert – bis hin zu einem gemeinsamen Lehrgang mit abschließender Prüfung. Erst dann ging es in den Dienst – neben drei weiteren Polizeihunden, die zurzeit ihre Spürnasen in den Dienst der Kreispolizei Mettmann stellen.

Die Polizei setzt in Nordrhein-Westfalen 290 Diensthunde ein. Ihre Dienstzeit geht bis zum zehnten Lebensjahr. Danach folgt der Ruhestand. Das bedeutet: Der Diensthund wird durch den Hundeführer weiter gepflegt und gehalten.

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