Museum

Zeittunnel ist für den Neustart gerüstet

Genossenschaftsvorstand Ulrich Becker und Geologin Martina Mindermann freuen sich schon darauf, wenn der Zeittunnel endlich wieder öffnen darf. Foto: Tanja Bamme
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Genossenschaftsvorstand Ulrich Becker und Geologin Martina Mindermann freuen sich schon darauf, wenn der Zeittunnel endlich wieder öffnen darf.

Wülfrath. Probebetrieb in Wülfrath lässt wegen der Pandemie auf sich warten.

Von Tanja Bamme

Im Juni vergangenen Jahres hat sich die gemeinnützige Genossenschaft Zeittunnel Wülfrath e. G. gegründet. Der geplante Probebetrieb konnte aufgrund der anhaltenden Pandemie aber nicht durchgeführt werden. „Sieben Wochen hatten wir im letzten Jahr geöffnet“, erinnert sich Genossenschaftsvorstand Ulrich Becker. „Danach war wieder Schluss. Und in diesem Jahr hatten wir bisher noch nicht einen Tag geöffnet.“

Dabei ist es für die neue Genossenschaft unabdingbar, den Probebetrieb fernab von Schließung und Corona-Verordnungen durchzuführen. Für Ulrich Becker wäre es daher wünschenswert, den Probebetrieb noch in das nächste Jahr hinauszuziehen. Gespräche diesbezüglich laufen bereits. „Und die Stadtverwaltung scheint diesem Vorschlag auch offen gegenüberzustehen“, ist sich das Vorstands- und Gründungsmitglied sicher.

Geöffnet werden darf das erdgeschichtliche Museum erst bei einem Inzidenzwert von unter 100. „Und dieser muss fünf Tage in Folge so niedrig sein“, ergänzt Becker, der zudem auf die noch nicht bekanntgemachten Verordnungen hinweist. „Wir wissen schließlich noch nicht, welche Maßnahmen wir dann befolgen müssen. Dürfen Besucher nur mit einem Negativ-Test zu uns? Muss man sich im Vorfeld anmelden? Wie viele Personen dürfen gleichzeitig im Tunnel sein? Alles Fragen, die wir nicht beantworten können.“

Zeittunnel ist jetzt mit Imagefilm im Internet vertreten

Und so befindet sich das sechsköpfige Tunnelteam derzeit in einem anhaltenden Schwebezustand. Einmal in der Woche, jeweils dienstags, treffen sich die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte, um das Museum nach und nach aus dem Winterschlaf zu wecken. Um Geld zu sparen, sind auch die beiden fest angestellten Mitarbeiterinnen derzeit nur auf Minijob-Basis tätig. Sobald der Betrieb losgeht, sollen die Verträge in Teilzeit hochgesetzt werden.

Gefeilt wird derzeit hauptsächlich an der Programmvielfalt. Und die kann sich bereits sehen lassen. Besonders die jüngsten Besucher sollen demnächst voll auf ihre Kosten kommen. Motto-Geburtstage von Dinoparty über Fossilien- bis Vulkanparty stehen den Nachwuchsforschern künftig zur Verfügung. Auch Angebote für Schulklassen sowie Gruppenführungen mit anschließender Zeitrallye werden derzeit weiter ausgearbeitet. „Teilweise gab es die Angebote schon, wir haben sie noch mal nach weiteren Themen unterteilt“, erklärt die hauptamtliche Mitarbeiterin und Geologin Marina Mindermann.

Der Zeittunnel ist zudem Mitglied der Bergischen Museen und wird zum diesjährigen Themenjahr einen eigenen Beitrag leisten. Dafür sind Natur- und Technikwanderungen in der Planung. „Wann diese Wanderungen stattfinden, werden wir auf unserer Homepage bekanntgeben“, sagt Ulrich Becker, der die aktuellsten Neuigkeiten stets selbst in den neu aufgelegten Internetauftritt setzt.

Im Zuge des Themenjahrs der Bergischen Museen ist der Zeittunnel jetzt mit einem eigenen Imagefilm im Internet vertreten. Erarbeitet wurde der Film von einer Agentur, die wiederum Input vom Museumsteam erhielt. Auch die digitale Infrastruktur wird auf dem Museumsgelände weiter ausgebaut. Demnächst können Besucher die Infotafeln über einen QR-Code in unterschiedlichen Sprachen lesen. „Zudem hatten wir im vergangenen Jahr einen Studenten der Uni Wuppertal zu Gast, der die einzelnen Zeitfenster unserer Ausstellung beschrieben hat. Diese Textinhalte sollen in einen Museumsführer zusammengefasst werden, den man künftig bei uns käuflich erwerben kann“, berichtet Ulrich Becker.

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