Distanzregeln gelten

Der Wuppertaler Zoo ist wieder geöffnet

Wuppertaler Zoo
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Wer Elefantenbaby Kimana und andere Tiere sehen will, muss die Eintrittskarte jetzt vorab kaufen.

Wer Elefantenbaby Kimana und andere Tiere sehen will, muss die Eintrittskarte jetzt vorab kaufen.

Von Katharina Rüth

WUPPERTAL Seit Montag ist der Wuppertaler Grüne Zoo wieder für alle Besucher geöffnet. Es gibt aber einige Änderungen, damit alle den wegen der Corona-Pandemie nötigen Abstand halten können. Probeläufe mit Jahreskarteninhabern am Donnerstag und Freitag vergangener Woche sind gut gelaufen. „Ich bin super-zufrieden“, zieht Zoo-Direktor Arne Lawrenz Bilanz.

Anton (4) will zu den Seelöwen, sein Bruder Oskar (5) zu den Tigern. Julia (5) freut sich auf Pinguine und Eisbären, Finja (3) auf die Löwen und ein weiterer Anton (5) will zum Spielplatz. Die Kinder und ihre Mütter gehörten zu den ersten Test-Besuchern. Und sie loben: „Alles ist gut organisiert“, findet etwa Alexandra Bremer. Und Elke Henschschen sagt: „Das machen die hier richtig gut. Eigentlich ist alles wie immer, man muss nur auf die Pfeile achten.“ Pfeile in Form von Einbahnstraßenschildern. Die stehen an engen Stellen, an denen nicht genug Platz für Begegnungsverkehr ist. Zum Beispiel bei den Elefanten.

Schnell stehen mehrere Menschen mit Kameras und Handys am Gehege, hoffen auf ein Bild von Elefantenbaby Kimana. Dass es nicht zu viele Fotografen werden, darauf achten die „Hygiene-Scouts“ des Zoos. Die stehen an strategisch wichtigen Punkten, erinnern die Besucher an die Abstands-Regeln. Und im Elefantenhaus an die Einbahnrichtung. Alle anderen Tierhäuser bleiben noch geschlossen, Zoo-Direktor Arne Lawrenz will erst Erfahrungen sammeln, wie gut das Einhalten der Regeln funktioniert, Veränderungen mit dem Krisenstab besprechen: „Ich bin als Tierarzt eher vorsichtig. Man darf das Coronavirus nicht unterschätzen.“

Überall im Zoo erinnern Schilder an die Distanzregeln, auch an jeder Parkbank, vor den Kiosken markieren Linien auf dem Boden den richtigen Abstand. Sackgassen wurden gesperrt, der Ausgang des Zoos wurde verlegt, um Gegenverkehr zu verhindern.

Das Restaurant Okavango bietet nur Speisen zum Mitnehmen an, auf dem Außengelände sind aber einige Tische – mit Abstand – aufgestellt. Die Spielplätze sind geöffnet, auch der Junior Zoo, da setzt man auf die Eltern. An den Toiletten achten Hygiene-Scouts darauf, dass es nicht zu voll wird. Masken sind keine Pflicht, der Zoo empfiehlt sie dennoch für enge Stellen.

Die größte Veränderung ist die Begrenzung der Besucherzahl. Mehr als 1000 gleichzeitig sollen es vorerst nicht sein. Zur Sicherheit gibt es vor dem Eingang trotzdem ein Leitsystem aus Bändern, das für eine luftige Aufstellung einer möglichen Schlange sorgt. „Ich will nicht, dass sich die Leute vor dem Zoo anstecken“, sagt Arne Lawrenz.

Drinnen sieht alles sauber und frisch aus, denn die Zoo-Mitarbeiter haben bis zuletzt alles ansprechend hergerichtet. Dabei findet auch ihre Arbeit derzeit nach besonderen Regeln statt: Alle Teams haben sich in drei Schichten geteilt, von denen maximal zwei gleichzeitig arbeiten. Das reduziert Kontakte und so fallen bei einer Infektion weniger aus. Den Fall gab es bisher zum Glück noch nicht.

Aralandia bleibt noch geschlossen

Die neue Aralandia-Freiflughalle sehen die Besucher noch nur von außen – drinnen sei es zu eng für Abstands-Regeln. Durchs Gitter gibt es aktuell die leuchtend rosafarbenen Flamingos zu sehen. Erste Papageien, die in der Riesenvoliere ihre Partner fürs Leben finden sollen, sind zwar schon im Zoo, aber noch in Quarantäne.

Für die Kinder ist die Hauptsache, dass sie wieder in den Zoo können. Die Mutter von Lasse (4) und Mika (2) sagt, das sei mal etwas anderes, nachdem sie zuletzt viel im Wald unterwegs waren. „Als ich gesagt habe, dass wir in den Zoo gehen, haben sich die Kinder super gefreut.“

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