Bergische Universität

Wuppertaler Studentin produziert eigenen Horrorfilm

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Ein Jahr lang hat Laura-Alina Blüming an ihrem Film „Tartaros“ gearbeitet.

Laura-Alina Blüming arbeitete ein Jahr am 30-minütigen Horrorfilm „Tartaros“.

Von Lilo Ingenlath-Gegic

Wuppertal/Düsseldorf. Ein Jahr lang hat die Studentin Laura-Alina Blüming im Rahmen eines Filmkurses für die Universität Wuppertal an ihrem Projekt gearbeitet. Entstanden ist der 30-minütige Horrorfilm „Tartaros“. Nun fand die Filmpremiere in Düsseldorf statt. „Ich habe ein aufwendigeres Projekt umgesetzt als es vorausgesetzt wurde, da ich auch nach dem Studium eigene Spielfilme produzieren möchte und mich an einem größeren Projekt versuchen wollte“, sagt Laura-Alina Blüming, die an der Bergischen Universität Film studiert. Für das Horror-Genre hat sie sich entschieden, weil sie die Herausforderung liebt: „Mir haben viele zunächst davon abgeraten in so kurzer Zeit einen Horrorfilm umzusetzen, da gerade Horror ein anspruchsvolles Genre ist“, sagt sie.

Im Film geht es um vier Freundinnen, die ein Brettspiel namens Tartaros spielen, das von einem Jungen besessen ist. Er bestraft jeden, der das Spiel nicht fair zu Ende spielt. Bei den aufwendigen Dreharbeiten wurden vier Kameras verwendet: eine Drohne, eine Unterwasser-Kamera und zwei Spiegelreflex-Kameras. Equipment hat sie sich zum Teil bei Freunden geliehen, eine Windmaschine bei der Uni.

Der ideale Drehort, der perfekt zu den Vorstellungen der Studentin passte, war ein alleinstehendes Haus in Ratingen. Dort lebt ihre Großtante, die Haus und Grundstück für acht Drehtage zur Verfügung stellte. Direkt neben dem Grundstück liegt ein Friedhof und so kam es zu besonderen Situationen, wenn Passanten an dem Grundstück vorbeigingen. „Ein älteres Ehepaar auf dem Friedhof hörte laute Hilfeschreie und reagierte irritiert. An dem Tag wurde gefilmt, wie ein Charakter des Spiels stirbt.“

Die vier Mädchen im Film werden von 16- bis 17-jährigen Schülerinnen gespielt. Die Horrorfigur spielt der 11-jährige Richard Bollenbeck. Wie weitere Mitspielerinnen waren alle ohne Honorar dabei, denn Blümings Film ist eine No-Budget-Produktion. Grafiker Ioannis Georgiou half ihr, das Spiel zu designen, und entwarf das Filmplakat.

Nach der gut besuchten Premiere waren die Reaktionen des Publikums überaus positiv. „Bei deinem nächsten Film will ich unbedingt mitspielen. Da musst du eine Rolle für mich bereitlegen“, sagte Schauspielerin Julia Wolff von den Wuppertaler Bühnen. Von der Universität kamen zwei Professoren zur Premiere. Till Müller ist der Filmdozent, der die Studentin bei diesem Projekt begleitete und die Arbeit am Ende benotet: „Wenn man sieht, was sie schon bei ihrem ersten Film auf die Beine stellt, ist klar, dass wir noch viel von ihr erwarten können.“

Die Studentin ist jetzt im fünften Semester und arbeitet bereits an ihrem nächsten Film. Die Vor-Bachelor-Arbeit soll ein fünfminütiger Kurzfilm über Cyberkriminalität werden. Außerdem arbeitet sie an einem Science-Fiction-Film und parallel an einem großen Spielfilm. Den möchte sie nach ihrer Bachelorarbeit 2023/24 realisieren. Etwas verrät sie schon: „Es wird ein tragischer Liebesfilm zwischen zwei Kulturen, die mir sehr am Herzen liegen.“

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