Opernhaus steht unter Wasser

Wuppertaler Oper: Die Situation ist dramatisch

Kaum noch zu erkennen: Der Orchestergraben des Opernhauses Barmen steht unter Wasser.
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Kaum noch zu erkennen: Der Orchestergraben des Opernhauses Barmen steht unter Wasser.

Wuppertal. Auch die Kulturstätten wurden von den Wassermassen heimgesucht. 

Von Monika Werner-Staude

Das Opernhaus in Barmen steht unter Wasser. „Das ist schon dramatisch“, sagt Andrea Nickl, Produktmanagerin vom Gebäudemanagement der Stadt. Durch den anhaltenden Regen ist Wasser in den Orchestergraben geflossen. Bühnentechnik und Keller wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Das Wasser komme von allen Seiten, ob es durch Durchdringungen des Gebäudes oder überlastete Kanäle seinen Weg gefunden hat, ist noch unklar. Vorerst war auch ein Abpumpen sinnlos. Außerdem haben soziale Einrichtungen entlang der Talsohle Vorrang bei der Feuerwehr. Das Gebäude wurde stromlos geschaltet. Nickl erinnert sich: „Vor drei Jahren beim Starkregen waren Haus- und Bühnentechnik betroffen, weil Wasser in den Keller geflossen war. Das war im ersten Moment beängstigender als es nachher war. Jetzt ist das wesentlich schlimmer.“

Der Keller des frisch restaurierten Engelshauses ist, trotz teuren Regenrückhaltebeckens, ebenfalls vollgelaufen. Die Baustelle nebenan – dort entsteht das neue Eingangsgebäude für das Museum Industriekultur – ist nur deshalb weniger betroffen, da in ihr ohnehin schon Pumpen arbeiten. Wie es um die Museumsgebäude, Kannegießersche Fabrik und Reddehase‘sche Remise, dahinter bestellt ist, war unmittelbar nach dem Starkregen-Ereignis noch nicht klar. Das Theater am Engelsgarten, das auf gleicher Höhe liegt, ist dagegen glimpflich davon gekommen. Nickl: „Wir müssen viele Objekte begehen.“ Ein Überblick, geschweige denn Informationen über Schadenshöhen stehen aus.

Von der Heydt: Weniger Schaden als vor drei Jahren

Auch das Von der Heydt-Museum hat weniger Schaden genommen als beim Starkregen vor drei Jahren. Dabei ging diesmal die potenzielle Gefahr nicht vom von oben kommenden Nass aus, sondern von der ansteigenden Wupper in der Nähe. Das THW hatte am Mittwoch mit Sandsäcken ein ebenerdiges Eindringen des Wassers verhindert. Stattdessen ist Grundwasser in einen Nebenkeller unter dem Museumsatelier geflossen, wie Museumssprecherin Marion Meyer sagte. Museumsdirektor Roland Mönig machte sich vor Ort ein Bild. Schäden seien nicht entstanden.

Die Sicherungsmaßnahmen werden fortgesetzt, zumal der Strom zeitweise ausgefallen war. Der Skulpturenpark Waldfrieden dagegen öffnete zwar ebenfalls nicht, aber nicht wegen eigener Schäden, sondern wegen der schwierigen Erreichbarkeit vom Tal aus. Schadensfrei ging die Stadthalle aus dem Unwetter hervor.

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