Halle als Zentrum für innovative Lösungen

Utopiastadt: Blaupausen-Wettbewerb bringt Ideen für leere Halle

Das Gelände von Utopiastadt aus der Vogelperspektive. Rechts die Speditionshalle, für die Ideen gesucht werden. Archivfoto: Andreas Fischer
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Das Gelände von Utopiastadt aus der Vogelperspektive. Rechts die Speditionshalle, für die Ideen gesucht werden.

Einzelpersonen und Teams aus ganz Deutschland nahmen teil. Die Sieger werden am Freitag gekürt.

Von Daniel Diekhans

Wuppertal. Was wird aus der Speditionshalle auf dem Utopiastadt-Campus? Dass sie umgenutzt werden soll, ist beschlossene Sache. Doch der Utopiastadt-Verein denkt darüber hinaus an die Entwicklung einer Vision, die sich mit dem Umbau verknüpfen lässt. Im vergangenen Jahr hat er deshalb einen Ideenwettbewerb gestartet, dessen organisatorischer Rahmen das Förderprojekt „Neue Urbane Produktion“ ist.

Bis Mitte Dezember konnten diejenigen, die sich fit für den „Blaupausen“-Wettbewerb fühlten, ihre Ideen einreichen. Explizit angesprochen wurden „kreative Geister“, die Fächer wie Architektur, Nachhaltiges Bauen oder Design studieren. Ansonsten stand die Teilnahme sowohl Einzelpersonen als auch Teams offen.

Die Qualität der Einreichungen war extrem hoch.

Christian Hampe, Utopiastadt-Geschäftsführer

In ihrer Bewerbung – bestehend aus Präsentation, Portfolio und Poster – sollten die Wettbewerber sich mit der Frage beschäftigen, wie Produzieren im städtischen Raum, das Teilen von Ressourcen und gemeinsames Lernen am Utopiastadt-Campus künftig aussehen soll.

Die Veranstalter zählten schließlich 26 Bewerbungen, die aus ganz Deutschland und sogar aus Wien gekommen sind. Nun ging „Blaupausen“ an die Öffentlichkeit – in Form einer rein digitalen Veranstaltung. Vom Vormittag bis zum Abend hatten die Teilnehmer je zehn Minuten Zeit, um ihre Ideen über die Internetplattform „Stew One“ zu präsentieren. In den nächsten Tagen wird eine Fachjury aus den Bereichen Stadtplanung, Gesellschaftsentwicklung und Architektur die besten drei aus dem Bewerberpool ziehen.

„Die Qualität der Einreichungen war extrem hoch“, freut sich Utopiastadt-Geschäftsführer Christian Hampe. „So haben wir jetzt einen Blumenstrauß an Ideen zusammen.“ Anregend findet Hampe, der der sechsköpfigen Jury vorsteht, zudem die Mischung aus „Innen- und Außensicht“ – von Teilnehmern direkt aus der Stadt und anderen, „die noch nie Wuppertal gewesen sind“.

Grün, blau und rot leuchtet beispielsweise das Konzept, das sich Jule Bücking von der Bergischen Universität für die „Orange Halle“ ausgedacht hat. „Grün“ steht dabei für einen frei zugänglichen Bereich, in dem Workshops und andere Veranstaltungen abgehalten werden können. Außerdem sind Arbeitsräume und eine Küche vorgesehen. Im „blauen“, privaten Bereich lassen sich Ateliers oder Proberäume einrichten. „Rot“ sind dagegen die Räume markiert, in denen – im Sinne einer Kreislaufwirtschaft – Werkzeuge und Maschinen zur allgemeinen Nutzung vorhanden sind.

Biodiversität, regionale Kreisläufe und soziale Integration – diese Trias liegt dem Team der Platzmacher am Herzen. Sie wollen die Halle zu einem „Zentrum für innovative und unkonventionelle Lösungen“ machen, in dem „alle willkommen sind“. Öffentlich zugänglich ist entsprechend der östliche Gebäudeteil mit Gastronomie und Verkauf, während der westliche Teil privat genutzt werden kann. Darüber hinaus kann sich das Team eine Kooperation mit Uni- und Stadtbibliothek vorstellen, um ein Bildungsangebot zu schaffen.

Das Gelände soll durch Ackerflächen und Begrünung einen grünen Einschlag bekommen, Solardächer dienen der Energieversorgung. Nach einem Marathon der Präsentationen bleibt natürlich die Frage, wie es weitergeht. „Wir küren die schönsten Wettbewerbsideen am 28. Januar“, erklärt Lea Schöning von der Neuen Urbanen Produktion. Die Siegerehrung wird dann ab 17 Uhr live als Video aus dem Café Hutmacher der Utopiastadt übertragen. „Die Teams werden dann online zugeschaltet“, ergänzt Christian Hampe.

Dem ersten Preisträger winken übrigens 2500 Euro, auf Platz 2 und 3 verteilen sich jeweils 1500 beziehungsweise 1000 Euro.

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