Einfluss der Atemschutzmasken

Universität: Keine Minderung der Leistung durch FFP2-Masken

Immer öfter sind FFP2-Masken vorgeschrieben. Foto: Roland Keusch
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Immer öfter sind FFP2-Masken vorgeschrieben.

Zwölf Männer absolvierten in Wuppertal Belastungstests.

Wuppertal. Welcher Maskentyp bietet einen optimalen Schutz, aber auch einen guten Tragekomfort? Da OP- oder anderweitige Masken Gesicht und Atemstrom nicht ausreichend abdichten, wurden in den vergangenen Wochen immer häufiger FFP2-Atemschutzmasken vorgeschrieben. Im Labor für Bewegungs- und Trainingswissenschaft haben Experten der Bergischen Universität jetzt in einem studentischen Projekt den Einfluss dieser Atemschutzmasken auf den Herz-Kreislauf, die Atmung und den Stoffwechsel sowie auf psychologische Parameter untersucht.

Zwölf Männer im Alter von Mitte 20 absolvierten im zeitlichen Abstand von sieben Tagen auf einem Fahrrad-Ergometer zwei Ausbelastungstests mit Atemgasanalyse sowohl mit als auch ohne FFP2-Atemschutzmaske. Ergebnis: Obwohl während des Testverfahrens hohe Atemleistungen erforderlich waren, hatte das Tragen der Atemschutzmaske keinen Einfluss auf die Ausdauerleistungsfähigkeit. Auch Herzfrequenz und weitere medizinische Parameter zeigten keine bedeutsamen Unterschiede, obwohl der Atemwiderstand mit Maske signifikant zugenommen und die forcierte Ausatmung signifikant abgenommen hat.

Es zeigte sich keine Einschränkung der körperlichen Ausdauerleistungsfähigkeit – trotz des durch den höheren Atemwiderstand subjektiv unangenehmen Empfindens beim Tragen der Maske, heißt es von der Uni. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass durch das Tragen von FFP2-Atemschutzmasken im Arbeitsalltag und der Schule keine körperlichen Leistungsminderungen zu erwarten seien.

Das oft vorgebrachte Argument, beim Tragen von Atemmasken erfolge eine Rückatmung von Kohlenstoffdioxid, habe durch die Studie nicht bestätigt werden können. Ob diese Ergebnisse auch für geistige Fähigkeiten – etwa kognitive Leistungs- oder Konzentrationsfähigkeit – gelten, sei aber weiteren Untersuchungen vorbehalten.

Gesunde Menschen könnten den durch die Atemmaske erhöhten Atemwiderstand problemlos kompensieren, die Atemmuskulatur erfahre einen zusätzlichen Trainingsreiz, was bei Herz-Kreislaufpatienten und bei eingeschränkter Lungenfunktionsfähigkeit berücksichtigt werden müsse.

Bislang wenig beachtet sei die Arbeitsschutz-Empfehlung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung von 75 Minuten als maximale Tragedauer, was knapp einer Doppelstunde im Schulunterricht entspricht. Bei Umsetzung dieser Empfehlung müssten Schulkinder und Arbeitnehmer mit mehreren Masken pro Tag ausgerüstet sein.

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