Wieder Online-Vorlesungen

Universität in Wuppertal schränkt den Präsenzbetrieb ein

Die Zahl der Absolventen an der Uni Wuppertal ist 2020 um 6,5 Prozent zurückgegangen. Archivfoto: Sebastian Jarych/Bergische Universität Wuppertal
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Die Zahl der Absolventen an der Uni Wuppertal ist 2020 um 6,5 Prozent zurückgegangen.

 Zum Semesterstart konnten Studierende endlich wieder auf den Campus. Das ändert sich aber wieder.

Wuppertal. Diesen Advent geht es nun doch wieder mehr vor den Rechner als in den Hörsaal oder in den Seminarraum. Die Bergische Universität hat beschlossen, ab Montag, vom bisherigen Präsenzkonzept abzurücken, zunächst bis Jahresende. Damit folgt das Rektorat der neuen Corona-Epidemie-Hochschulverordnung von Mittwoch.

„Adventschneise“ nennt das Prorektorat die neue Regelung, die vom bislang gepflegten Kurs abweicht – als Reaktion auf die hohen Inzidenzwerte. Im aktuellem Newsletter des Prorektorats heißt es dazu: „Auch wenn wir uns auf Basis der bislang schon eingeübten Vorsichtsmaßregeln sowie der bereits berichteten sehr hohen Impfquote (Zweitimpfungen) von rund 95 Prozent bislang gut gerüstet sahen, wollen wir angesichts der zuletzt deutlichen Verschlechterung der Situation die Intention der Politik aufgreifen und unseren Lehrbetrieb zumindest vorübergehend wieder stärker in die heimischen vier Wände verlegen.“

Konkret gilt ab nächster Woche: Lehrveranstaltungen, die bisher nur in Präsenz angeboten wurden, werden nun entweder digital ergänzt oder komplett ins Internet verlegt. Einige Veranstaltungen waren schon bisher alternativ auch „asynchron“ vom Endgerät verfolgbar, darin werden weitere nun teils nachziehen. Andere bieten nun live, also „synchron“, ein Streaming an. Weiter in Präsenz stattfinden werden unter anderem Laborpraktika.

Mit Bändchen wurde auf dem Campus der Bergischen Universität Wuppertal die 3G-Regel kontrolliert

Mit dem Kurswechsel rückt die Uni unter dem Eindruck des Infektionsgeschehens temporär von ihrem Prinzip ab, auf Präsenz zu setzen. Schon in den letzten Wochen hatte es Kritik an dieser Vor-Ort-Maxime gegeben. Die Dozentin Lea Espinoza Garrido hatte am 23. November auf mehr Alternativ-Optionen gedrungen und überwiegend Zustimmung geerntet.

Die Anglistin schrieb damals: „Als Wissenschaftsstandort sollten wir auf führende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen (Medizin, Epidemiologie, Statistik) hören, die uns seit Wochen sagen, was jetzt sinnvoll wäre.“

Derzeit gilt auf dem Campus Präsenz nach dem Motto „Festival-Bändchen“, ein System mit optischer Markierung: Obligatorisch sind Armbändchen mit täglich wechselnder Farbe, die das Vorliegen eines der „drei G“ markieren. Diese Praxis erfüllte indes noch eine weitere Funktion: Sie hat sie dazu geführt, dass sich ein Überblick über das Impfverhalten gewinnen ließ.

Impfquote an der Uni Wuppertal beträgt 95 Prozent

Da für den Aufenthalt auf dem Campus täglich ein solches Armband abgeholt und dafür jeweils eine Berechtigung vorgezeigt werden muss, ist auch erkennbar, welche davon wie oft vorliegt. Ergebnis einer anonymisierten Zählung im November: 95 Prozent hatten laut Uni ihr Band auf Grund belegter Impfung oder Genesung erhalten, nur fünf Prozent durch negativen Test.

Rektor Lambert T. Koch fand das doppelt erfreulich: Die hohe Impfquote, erklärte er am 19. November, senke deutlich das Infektionsrisiko; außerdem spreche sie für „ein hohes Maß an wechselseitigem Verantwortungsbewusstsein“. Koch stellte damals fest: „Eine wichtige Voraussetzung, um das Semester wie vom Land aktuell vorgesehen in Präsenz fortzusetzen.“

Während der „Adventsschneise“ rückt die Uni nun bis zur Weihnachtspause vom Vor-Ort-Prinzip ab. Wie es im Januar weiter geht, will das Prorektorat zum 30. Dezember in einem neuen Newsletter bekannt geben. „Im besten Fall“, heißt es, lautet die Devise im Januar wieder: Präsenzsemester.

Lesen Sie auch: Wuppertaler Uni entbindet Dozenten von seinen Aufgaben

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