Geschäftsidee

Wuppertaler Start-up verkauft finnische Pilze gegen Stress

Die beiden Studien-Freundinnen Lina Roggel (l.) und Aline Dücker haben sich selbstständig gemacht.
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Die beiden Studien-Freundinnen Lina Roggel (l.) und Aline Dücker haben sich selbstständig gemacht.

Wuppertal. „Oh My Health Nutrition“ möchte mit Vitalpilzen eine Marktlücke ergründen.

Von Juri Lietz

Geschäftsideen werden zuweilen auf ungewöhnlichem Terrain geboren. Das trifft besonders auf Aline Dücker und Lina Roggel zu, deren Unternehmensgeist nirgendwo anders als auf der Achterbahn entfacht wurde.

Die beiden Studien-Freundinnen konnten hier nach einer Stresserkrankung Lina Roggels wieder gemeinsam den Adrenalinkick spüren – möglich gemacht haben das sogenannte Vitalpilze. Sie sollen zum Beispiel bei Burnouts entspannend wirken, aber auch allgemein die Gesundheit fördern und das Immunsystem stärken. Dücker und Roggel sahen besonders für ihre Altersgruppe eine Marktlücke und gründeten das Start-up „Oh My Health Nutrition“ mit Sitz auf Lichtscheid in Wuppertal.

Erste Produkte werden online verkauft

„Wir hatten schon lange den Wunsch, unser eigener Chef zu sein“, freut sich Dücker über das neue Unternehmen, das bereits seit Beginn des Jahres aktiv ist. Via Onlineshop werden aktuell erste Produkte aus Vitalpilzen verkauft. „Das hört sich zunächst komisch an“, gibt die Gründerin zu. Sie ist aber eben auch angetreten, um die nährstoffreichen Gewächse bekannter zu machen.

Flaggschiff des Betriebs ist eine Tinktur aus dem Chaga-Pilz, der an Bäumen in polaren Regionen wächst und dort oft einen Teil der traditionellen Medizin darstellt. Hierzulande gilt er – neben anderen Vitalpilzen wie dem asiatischen Shiitake – in der verarbeiteten Form als Nahrungsergänzungsmittel. Dücker und Roggel beziehen ihre Pilze aus Finnland. „Sie kommen aus bio-zertifizierten Wäldern“ und würden unter ethisch guten Bedingungen geerntet, erklärt Roggel einige Grundsätze der Firma.

Trotz Pandemie hat das Start-up gute Chancen

Bei der Ansiedelung in Wuppertal ließ sich „OMH Nutrition“ vom Technologiezentrum Wuppertal beraten. W-Tec-Geschäftsführer Dr. Martin Hebler räumt den Gründerinnen trotz der Pandemie gute Chancen ein: „Das ist genau das, was die Leute aktuell brauchen: Online-Verkauf von Produkten, die den gesunden Lebensstil unterstützen.“ Auch wenn das Geschäft digital bleiben wird, sieht Hebler einen Mehrwert für die Stadt: „Sie werden sicher irgendwann in Wuppertal Arbeitsplätze schaffen und bereichern hier die Start-up-Szene.“

In der Tat werden weitere Schritte unternommen. „Wir sind in der Produktentwicklung“, sagt Lina Roggel. Neben Tinkturen soll auch Tee aus den Pilzen angeboten werden, und auch Superfood ist geplant. Corona hat den Beginn erschwert, auch wenn Aline Dücker weiß: „Wir sind nicht benachteiligt, weil wir online verkaufen können. Aber der Weg dahin war wesentlich schwieriger.“ Viele Hürden seien genommen worden. Nun geht der Blick nach vorn: „Wir sind positiv gestimmt und denken, dass wir den Nerv der Zeit treffen.“

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