Bundesgartenschau 2031

Stadtspitze uneins bei Buga-Bewerbung

In der Bundesgartenschauplanung wird nun auf drei Kernareale gesetzt – der Grüne Zoo wird Bestandteil des Konzepts. Grafik: Stadt Wuppertal
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In der Bundesgartenschauplanung wird nun auf drei Kernareale gesetzt – der Grüne Zoo wird Bestandteil des Konzepts.

Wuppertal. Am 16. November soll der Wuppertaler Stadtrat über eine Bewerbung für die Bundesgartenschau (Buga) im Jahr 2031 entscheiden. Nun ist klar, worüber die Politiker konkret abstimmen werden.

Von Anne Palka

Wuppertal. Der Verwaltungsvorstand hat die Vorlage beschlossen. Ganz einig war sich die Stadtspitze dabei aber nicht – zentraler Punkt sind die Kosten. Auch wenn die Stadtspitze insgesamt die Bewerbung empfiehlt, sagt Kämmerer Johannes Slawig: „Ich kann mich der Empfehlung an den Stadtrat ausdrücklich nicht anschließen.“

Die Bundesgartenschau in Wuppertal?

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind spricht von einem Spannungsfeld: „Es ist ein Projekt mit Chancen, man kann sich eigentlich nicht leisten, sie nicht zu nutzen. Es gibt aber auch erhebliche finanzielle Risiken.“ In einer Machbarkeitsstudie wurde der Eigenanteil der Stadt auf rund 71 Millionen Euro beziffert. Schon in den Jahren 2022 bis 2025 soll die Stadt jeweils 1,5 Millionen Euro für die Planungen bereitstellen, heißt es in der Ratsvorlage. Aktuell wird der Doppelhaushalt für die Jahre 2022/23 vorbereitet. „Der Entwurf wird keine Position für die Buga enthalten“, sagt Slawig. Ziel sei es, „maximale Unterstützung“ durch privates Kapital zu haben, um die Belastung möglichst gering zu halten.

Oberbürgermeister will die Buga, Slawig ist dagegen

Der Förderverein habe bereits zugesagt, die Vorbereitungen mit 240 000 Euro pro Jahr zu unterstützen, weitere Unterstützung sei durch die Wirtschaft zu erwarten. Eine Differenz müsste im Haushalt durch Umschichtung gedeckt werden, für andere Vorhaben stünde also weniger Geld zur Verfügung. Aus der Erfahrung anderer Projekte wie zum Beispiel der Stadthalle, der Nordbahntrasse oder der Junior Uni sei man optimistisch.„Wir als Förderverein dürfen ein anderes Bild sehen, die ganze Stadt, mit Wirtschaft, Tourismus und Gastronomie“, sagt der Vorsitzende Holger Bramsiepe. „Die Buga unterstützt einen Stadtentwicklungsprozess, der ohnehin stattfindet.“

Andere zentrale Aspekte dieses Jahrzehnts wie die Entwicklung zur Schwammstadt und zum Circular Valley werden sich im Konzept wiederfinden, verspricht Schneidewind. Für den Oberbürgermeister geht es auch darum, ein Zeichen zu setzen. „Wir kämpfen auf Bundes- und Landesebene darum, dass es kein Zweiklassensystem von Städten gibt.“ Würde man sagen, dass Wuppertal sich keine Buga leisten kann, signalisiere das, sich mit dieser Rolle abzufinden.

Slawig indes schreibt in seiner Stellungnahme: „Um die Tragfähigkeit des städtischen Haushalts nicht zu überfordern, und um die knappe Finanzausstattung der Stadt nicht übermäßig zu beanspruchen, empfehle ich mit allem Nachdruck, auf die Durchführung einer Bundesgartenschau zu verzichten.“ Auch wenn der Förderverein Unterstützung zusagt: Letztendlich haftet die Stadt.

Der Bürgerverein Herbringhausen unterstützt die Bundesgartenschau, würde aber anders planen.

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