Veranstaltungshaus

Wuppertaler Stadthalle: Kein Saal wie jeder andere

Egal ob Klassik oder Rock: Unter Kennern gilt der Große Saal als einer der hervoragensten in Europa.
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Egal ob Klassik oder Rock: Unter Kennern gilt der Große Saal als einer der hervoragensten in Europa.

Das Wuppertaler Konzerthaus besitzt eine außergewöhnliche Akustik.

Von Marvin Rosenhoff

Die historische Stadthalle kann ohne Übertreibung als ein architektonisches Prachtstück bezeichnet werden. Ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs thront der von 1896 bis 1900 erbaute Konzert- und Veranstaltungsort auf dem Johannisberg über der Stadt.

An ihrer Verwendung hat sich seit der feierlichen Eröffnung im August 1900 – bei der auch der junge Dirigent Richard Strauss mit von der Partie war – wenig geändert. Damals wie heute dient die Historische Stadthalle als überregional geschätzter Austragungsort für Konzerte, Messen oder Bankette. Die beiden Weltkriege überstand sie ohne größere Blessuren. Allerdings rückte man ihr Ende der 50er Jahre im Zuge einer Modernisierung zu Leibe, wobei die prächtigen Stuckverzierungen und Malereien im Inneren des zweigeschossigen Gebäudes entfernt wurden.

Zierelemente an Decken und Wänden wurden restauriert

1900 eröffnet, überstand die Wuppertaler Stadthalle die beiden Weltkriege ohne größere Blessuren.

Später bereute man diese Entscheidung. Anfang der Neunziger bemühte man sich daher, die ursprünglichen Zierelemente an Decken und Wänden bei einer erneuten umfangreichen Sanierung wiederherzustellen. Mit Erfolg. Zur Einweihung der frisch renovierten Stadthalle im Jahre 1995 kamen dann auch nicht weniger als 40 000 Besucher, um sich vom neuen Glanz des Wahrzeichens zu überzeugen.

Heute gilt vor allem der große Saal der Stadthalle unter Kennern als einer der klanglich herausragendsten Konzertsäle Europas. Dies bescheinigte ihr nicht nur der britische Dirigent und langjährige Leiter der Berliner Philharmoniker Sir Simon Rattle.

Im Jahre 2012 wurde die Akustik des Saals sogar von einem finnischen Forscherteam wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Deren Fazit: Als Konzertstätte spielt die Historische Stadthalle ganz klar in der ersten Liga.

Kein Wunder also, dass sich die Crème de la Crème der internationalen Musikszene regelmäßig in Wuppertal die Klinke in die Hand gibt. Doch nicht nur musikalische Feinschmecker kommen in der Historischen Stadthalle auf ihre Kosten. Seit 2004 findet in den Sälen mit der Dance Comp jedes Jahr eine der weltweit größten Tanzsportveranstaltungen statt. Auch dient das Gebäude immer wieder als Kulisse für Musik-Clips, Werbeproduktionen und Spielfilme.

Mit der Historischen Stadthalle verfügt die Stadt Wuppertal ohne Frage über ein Veranstaltungshaus, um das sie andere Städte beneiden dürften. Wer auf einen Sprung ins Tal der Wupper kommt, sollte daher auch unbedingt einen Abstecher auf den Johannisberg machen. Es lohnt sich.

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