Intensive Elternarbeit

Schulausschuss will eine „Familiengrundschule“ in Wuppertal

Beim Wechsel der Kinder von der Kita zur Grundschule gehe für viele Eltern die intensive Unterstützung verloren. 
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Beim Wechsel der Kinder von der Kita zur Grundschule gehe für viele Eltern die intensive Unterstützung verloren. 

Für eine intensive Elternarbeit fehlt es den Grundschulen bislang an den notwendigen Ressourcen. Die Politiker glauben, dass die „Familiengrundschule“ Eltern und Kindern nutzt und nennen dafür ein Vorbild.

Von Katharina Rüth

Wuppertal. Der Schulausschuss wünscht sich eine Familiengrundschule in der Stadt, an der es analog zu den Familienzentren im Kitabereich zusätzliche Angebote wie Beratung und Kurse gibt, um Familien zu unterstützen und Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken. Die Politiker folgten einem Antrag von SPD und FDP und gaben der Verwaltung den Auftrag, das zu prüfen sowie entsprechende Fördermittel zu beantragen.

2018 hatte der Schulausschuss auf einen SPD-Antrag hin den Auftrag gegeben, zu prüfen, ob die geplante neue Grundschule Wichlinghausen als Familiengrundschule konzipiert werden kann. Da sich die Bauarbeiten an der Grundschule verzögern, soll nun geprüft werden, ob das Konzept für eine andere Schule möglich ist, schlugen SPD und FDP in ihrem aktuellen Antrag vor, den die SPD-Stadtverordnete Dilek Engin vortrug. Dabei solle die Verwaltung auch eine Finanzierung über Landeszuschüsse klären. Karin van der Most (FDP), Vorsitzende des Ausschusses, ergänzte, es gebe Zuschüsse, diese müssten bis November beantragt werden.

Schon im Antrag von 2018 hatte die SPD erläutert: „Der Bildungserfolg von Kindern hängt ganz maßgeblich von dem Engagement der Eltern ab.“ Im Kitabereich unterstützen die „Familienzentren“ die Eltern dabei. „Hier erhalten Familien eine engmaschige Betreuung, Beratung und Unterstützung. Sie stärken die Erziehungskompetenz der Eltern und verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Beim Wechsel der Kinder von der Kita zur Grundschule gehe für viele Eltern diese intensive Unterstützung verloren. „Gerade für Grundschuleltern ist der enge Austausch, beispielsweise im Rahmen eines geführten Elterncafés fast noch wichtiger als in der Kita“, so auch das Argument im aktuellen Antrag. Denn die „Tür-Angel-Gespräche“ beim Bringen und Abholen der Kinder fielen weg. Für eine intensive Elternarbeit fehlt es den Grundschulen bislang an den notwendigen Ressourcen.

Der Antrag verweist darauf, dass die Stadt Aachen in einem Pilotprojekt seit 2015 zwei Grundschulen als Familiengrundschulen betreibe, was durch das Land bezuschusst werde. Die Resonanz sei durchweg positiv: „Je intensiver die Eltern in die Lebenswelt Schule eingebunden werden können, umso größer ist der Bildungserfolg ihrer Kinder.“

Das Konzept der Familiengrundschule greife das Informationsbedürfnis von Grundschuleltern auf, stärke die Elternkompetenz und fördere die Öffnung der Schule ins Quartier. „Wir können uns sehr gut vorstellen, dass dieses Konzept auch auf Wuppertaler Grundschulen übertragbar ist“, erklären SPD und FDP. Das solle idealerweise zunächst als Pilotprojekt stattfinden und sei nur möglich bei mit einer Landesförderung.

Die übrigen Fraktionen schlossen sich einstimmig dem Antrag von SDP und FDP an.

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