Sicherheit

Wuppertal hat die modernste Polizeiwache in NRW

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An diesem Tresen werden auch Besucher der Wache bedient. Vor dem Tresen Andreas Wilke, dahinter Frank Korintenberg.

WUPPERTAL Die Polizeibeamten fühlen sich wohl in den neuen Räumen im Wuppertaler City-Center. Es ist die modernste Wache in NRW, ausgestattet mit viel Technik.

Von Katharina Rüth

Am Montag arbeiteten die Polizisten der Innenstadtwache erstmals in ihren neuen Räumen im City-Center. Und sind sehr zufrieden, sagt Wachleiter Frank Korintenberg. Der Umzug habe „wie am Schnürchen“ geklappt.

„Die Schreibtische waren da, die Schränke waren da“, berichtet er. „Was heute noch fehlte, waren ein paar mehr Mülleimer. Aber auch die sind jetzt da.“ Etwas Übung brauchen die Beamten noch mit der einen oder anderen technischen Einrichtung, zum Beispiel beim Übergang vom Tresenraum in den Wachraum: Die Tür hat zwar eine Klinke, die funktioniert aber nicht. „Du musst den ,Dongel’ benutzen!“, klärt eine Polizistin ihren Kollegen auf, der zuerst den falschen Handgriff tut. Also hält der Beamte den kleinen Plastikanhänger vor ein futuristisch beleuchtetes Tastenfeld, schon öffnet sich die Tür.

„Wir haben hier die modernste Wache in NRW“, sagt Frank Korintenberg mit Stolz. Welche technischen Details dazu beitragen, will er nicht preisgeben. Verweist aber auf Sichtbares wie die Schleuse aus zwei Schiebetüren aus Panzerglas.

Besucher betreten zunächst den kleinen Zwischenraum, in dem eine Bank mit Holzsitzfläche und zwei Pflanzen ein wenig Freundlichkeit verbreiten. Die nächste Schiebetür öffnet sich erst, wenn die erste geschlossen ist. Dann können Besucher an den mächtigen grauen Tresen treten, der fast brusthoch und mit abgerundeter Kante kaum überwindbar scheint. Hier können sie ihre Anliegen dem Beamten hinter dem Tresen vortragen. Hinter einer weiteren Glasscheibe sitzt der oder die „Wachhabende“, hält Kontakt zu den Streifen, der Leitstelle und der Wache Elberfeld. Geräusche von Funkkontakten sind zu hören.

Der Raum ist nüchtern und funktional, aber die unterschiedlichen Grautöne, in denen die Wände gestrichen sind und die dunkelgrauen Türeinfassungen nehmen ihm etwas von der Kälte. Durch die Tür zu den Büros ist sogar ein holzfarbener Boden erkennbar. „Das sieht einfach freundlich aus“, stellt Korintenberg zufrieden fest. Froh seien die Kollegen auch über „gescheite Arbeitsplätze, höhenverstellbare Schreibtische und vernünftige Schreibtischstühle“. Am Döppersberg sei Zentralität das wichtigste Kriterium gewesen, die neuen Räume seien nach dem Bedarf für ihre Arbeit ausgesucht.

Je nach Anliegen werden Besucher in einen der Büroräume gebeten, die sich seitlich anschließen. „Hier können wir wieder Gespräche mit Privatsphäre führen“, sagt Frank Korintenberg. Von den Wuppertalern werde die Wache angenommen: „Sechs Anzeigen hatten wir heute Morgen schon.“ Keiner habe erwähnt, dass er den neuen Standort erst suchen musste.

Passanten sind skeptisch: „Schöner wäre es schon, wenn die Polizei weiter am Döppersberg wäre“; sagt eine Frau, die in der Nähe arbeitet. So sieht es auch Jörg Kamhoff (58), ebenfalls als Arbeitnehmer Nachbar. Am Bahnhof hielten sich viele Menschen auf, müsse man mit Kleinkriminalität rechnen. Philipp Lingens sieht die Vorteile des neuen Standorts: „Ich hoffe, dass es jetzt hier entspannter wird.“ Auch hier habe er übrigens schon Spritzen gefunden.

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