Für Wuppertaler Schausteller wichtig

Wuppertal hat noch Hoffnung auf Feste 2021

Im Oktober soll das Riesenrad vor dem Rathaus in Barmen wieder seine Runden drehen. Foto: Anna Schwartz
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Im Oktober soll das Riesenrad vor dem Rathaus in Barmen wieder seine Runden drehen.

Wuppertal. Lichterkirmes, Weihnachtsmärkte oder Elberfelder Cocktailabend haben eine Perspektive.

Von Martin Lindner, Andreas Boller und Manuel Praest

Wuppertal Sich Sich den Wind um die Ohren wehen zu lassen, während man aus 50 Metern Höhe den Blick über Barmen genießt: Darauf freut sich Bezirksbürgermeister Hans-Herrmann Lücke (CDU) schon besonders, wenn im Oktober – so der aktuelle Stand – das Riesenrad vor dem Rathaus wieder seine Runden dreht.

Im Herbst 2019 feierte die Lichterkirmes eine gelungene Premiere mit dem großen Fahrgeschäft auf dem Johannes-Rau-Platz als Mittelpunkt. Im vergangenen Jahr machte Corona einer Neuauflage einen Strich durch die Rechnung. „Die Kirmes ist für die Wuppertaler Schausteller wichtig“, weiß Lücke. Und ebenso für die Geselligkeit der Menschen. Der Politiker betont, dass es auch weiterhin wichtig sein wird, sich an die Corona-Regeln zu halten, aber in dieser Hinsicht ist er optimistisch. Des Weiteren freut er sich auf den Weihnachtsmarkt. Bisher gebe es keine Anzeichen, so Lücke, dass er in Barmen nicht stattfinden könnte.

Thomas Helbig, Geschäftsführer der ISG Barmen-Werth hebt hervor: „Für Barmen sind Veranstaltungen und Feste Teil der innerstädtischen DNA.“ Dass im vergangenen und diesem Jahr so viele Veranstaltungen der Pandemie zum Opfer gefallen sind wie der Handwerkermarkt im März oder Barmen live im Frühsommer, ist ein herber Schlag. Helbig weiß, dass sich die Wuppertaler mit den gesunkenen Inzidenzwerten wieder nach sozialen Kontakten und zwischenmenschlichen Begegnungen sehnen. „Nachdem die meisten konsequent den Infektionsschutz ernst genommen und alle Einschränkungen in Kauf genommen haben, wäre es jetzt besonders wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass wir bei aller Vorsicht uns wieder treffen und feiern können“, sagt er.

„Die Kirmes ist für die Wuppertaler Schausteller wichtig.“

Herrmann Lücke, Bezirksbürgermeister in Barmen

Noch wichtiger seien die Feste und Märkte aus wirtschaftlichen Gründen aber für Schausteller und Veranstalter. Enttäuscht zeigt Helbig sich deswegen, dass das älteste Fest in Wuppertal, das Barmer Winzerfest, welches vom 30. Juli bis 1. August dieses Jahres eingeplant war, vom Gesundheitsamt mit Hinweis auf die Landesverordnung abgelehnt wurde. Erfreuliche Nachrichten gibt es hingegen für den Wuppertaler Schaustellerverein: Am Freitag startet für gut zwei Wochen die zweite Auflage des Wuppertaler Freizeitparks am Stadion am Zoo.

„Außerdem hoffen wir, dass wir ab September wieder kleine Stadtteil-Kirmessen ohne Einzäunung oder Ähnliches durchführen können“, sagt Michael Petersen, Sprecher des Vereins. „Wir würden gerne in Ronsdorf und Cronenberg aufbauen, auch Vohwinkel wäre eine Option für uns.“ Michael Müller, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schausteller, ist zurückhaltend was beispielsweise den Elberfelder Cocktail angeht.

Das sieht auch Michael Zenker, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft der Elberfelder Geschäftswelt, so: „Zum aktuellen Zeitpunkt macht es noch keinen Sinn, eine verbindliche Aussage zu treffen. Es müssen noch sehr viele Fragen geklärt werden.“ Der Cocktail ist eine reine Freiluftveranstaltung und bietet eine Mischung aus Bummeln, Shoppen und guter Laune – bringt aber auch einige organisatorische Herausforderungen mit sich, die jetzt mit kurzem Vorlauf angepackt werden müssten. Und das unter der Voraussetzung, dass die Zahl der Infektionen nicht steigt. Für den Elberfelder Einzelhandel hätte der Cocktail 2021 in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag nach schweren Monaten der Pandemie besondere Bedeutung. „Wir haben den Cocktail jedenfalls noch nicht abgesagt“, lautet die Botschaft der Elberfelder Interessengemeinschaft, die den Fans der Veranstaltung Hoffnung macht.

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