Medizinier schieben Frust

Corona-Impfung: Wuppertal erreicht nur wenig Biontech

Warten auf die Impfung vor dem Pavillon am Döppersberg.                            
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Warten auf die Impfung vor dem Pavillon am Döppersberg.                            

Wuppertal. Mehr als 21 Millionen Corona-Impfungen bis Weihnachten in Deutschland, davon Tausende in Wuppertal. So sieht es der Fahrplan aus Berlin vor, der bei der Bund-Länder-Runde am Donnerstag kommuniziert wurde.

Von Jonas Meister

Die Frage dabei ist nur: Wie? Denn wie im Frühjahr zu Beginn der Impfkampagne deutet sich jetzt mitten in der vierten Infektionswelle erneut ein akuter Impfstoffmangel an.

So muss Wuppertal, wie viele andere Städte, bei den Lieferungen des Impfstoffs von Biontech bereits in der kommenden Woche starke Abstriche machen. Insgesamt stehen den städtischen Impfstellen hier eigentlich 1040 Dosen Biontech zu. Nach Informationen unserer Zeitung werden davon aber nur knapp 200 ausgeliefert, was eine Kontingentkürzung von mehr als 80 Prozent bedeutet. Und das trifft auch die impfenden Ärzte in ihren Praxen hart: „Ich habe am Donnerstag Biontech für zwei Ärzte bestellt. Aufgrund der Deckelung bekommen sie ab Montag dann für die gesamte Woche lediglich drei Dosen. Und auch den städtischen Impfstellen stehen dann im Vergleich zur Vorwoche nur 50 statt 170 Dosen zu“, berichtet Regine Quinke, Sprecherin des Apothekerverbandes Nordrhein in Wuppertal und Inhaberin der Albatros-Apotheke in Langerfeld.

Durch Erst- und Zweitimpfungen entsteht ein Impfstoffengpass

Ein Problem, das Gynäkologin Dr. Ute Karin genau so bestätigen kann: „Aktuell zeigt sich wieder, wie groß das Interesse der Wuppertaler an einer Impfung ist. Und das führt uns eben in das Dilemma, dass wir einfach mehr Impfstoff brauchen. Ohne Wenn und Aber, besonders von Biontech.“ Gerade mit dem Blick auf die Zeit bis Weihnachten rechnet die stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Wuppertal deshalb mit verschärften Bedingungen für Praxen: „Für das Boostern haben wir alle mehr Biontech bestellt. Daher gibt es in unseren Kühlschränken bislang noch entsprechende Reserven, die wir jetzt aber für Erst- und Zweitimpfungen priorisieren müssen.“

Da aktuell aber besonders Auffrischungsimpfungen gefragt sind, entsteht hier ein Engpass, den auch Stadtdirektor und Krisenstabsleiter Johannes Slawig sieht, ihn aber als „vorübergehend“ bezeichnet.

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