Grund sind Bauarbeiten

Kein Zug fährt zwischen Wuppertal und Düsseldorf

Von Wuppertal (hier im Bild) nach Düsseldorf verkehren in den Sommerferien keine Züge.
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Von Wuppertal (hier im Bild) nach Düsseldorf verkehren in den Sommerferien keine Züge.

Wuppertal/Düsseldorf. Vom 24. Juni bis 5. August, also fast die kompletten Sommerferien, wird kein Zug zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Düsseldorf-Hauptbahnhof fahren.

Das geht aus einer Pressemitteilung der Grünen Wuppertal hervor. Betroffen seien die RE 4, RE 13, S 8, S28 und S 68. Die Partei fordert daher einen reibungslosen Schienenersatzverkehr

„Die Deutsche Bahn muss deshalb für einen reibungslosen Schienenersatzverkehr sorgen“, fordert Anja Liebert, Grüne Bundestagsabgeordnete für das Bergische Land. Auch Timo Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion in Wuppertal, nimmt den Konzern in die Pflicht: „Die Bahn muss einen SEV anbieten, der den höchstmöglichen Komfort für die Fahrgäste bietet.“

In Wuppertal sind den Menschen noch gut die beiden großen Sperrungen in den Oster- und Sommerferien 2017 im Gedächtnis geblieben - der Hauptbahnhof war damals wochenlang bahntechnisch praktisch abgehängt. Vor allem in den Osterferien 2017 musste die DB viel Kritik für ihr Ersatzangebot einstecken. „Wir hoffen, dass die Bahn aus den Erfahrungen damals gelernt hat und diese in die Planungen für Sommer jetzt einfließen“, so Liebert und Schmidt.

Im Bereich Düsseldorf-Gerresheim wird gearbeitet

Der Grund für die Sperrung sind Arbeiten im Bereich Düsseldorf-Gerresheim wie die DB auf Anfrage der Wuppertaler Abgeordneten erklärt. Im Rahmen des Programms „Starke Schiene“ fließen in diesem und den folgenden Jahren sehr hohe Investitionen in die Infrastruktur, wie der Konzern schreibt. Rund zwei Milliarden Euro setzt die DB dafür 2022 allein in NRW ein. In Gerresheim werden Bestandsanlagen erneuert und neue Weichenverbindungen geschaffen. Das soll zu einer Qualitätssteigerung und Kapazitätsverbesserung beitragen, so die Bahn. Davon profitiere insbesondere die S 28.

„Eine Verbesserung der Infrastruktur ist natürlich notwendig“, betont Liebert. „Damit werden wichtige Schritte zur Modernisierung und zur Erreichung der Klimaziele unternommen“, ergänzt Schmidt. Dass sich Einschränkungen für die Bahnnutzerinnen und -nutzer nicht vermeiden lassen, sei nachvollziehbar. „Busse sind leider nun mal keine wirkliche Alternative zu Zügen“, so Schmidt. Allerdings müsse die DB dafür sorgen, dass diese im Rahmen bleiben, sind sich die beiden einig.

Sowohl Liebert als auch Schmidt heben hervor, wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit für einen gelungenen SEV ist. Alle Menschen müssten Zugang zu den Infos haben und das frühzeitig. „Die Konzentration etwa auf Social Media reicht nicht“, so die Bundestagsabgeordnete. „Dazu gehören auch mehrsprachige Infos“, erklärt Schmidt. Die Zahl der Ersatzbusse muss ausreichend und Sicherheitsstandards müssen berücksichtigt werden. „Es darf nicht wieder dazu kommen, dass Fahrgäste während der Fahrt über die Autobahn stehen müssen“, so der Stadtverordnete. Darüber hinaus müsse es eine gute Ausschilderung der Haltestellen des Schienenersatzverkehrs geben und die Barrierefreiheit gewährleistet werden.

Die RE 4, RE 13, S 8 und S 68 werden in der angegebenen Zeit zwischen dem Düsseldorfer Hauptbahnhof und Wuppertal-Vohwinkel unterbrochen und durch einen Schienenersatzverkehr ersetzt , ebenso die Linie S 28 zwischen Düsseldorf-Hbf und Mettmann, wo ebenfalls Schienenersatzverkehr angeboten wird. Die Verbindung Hagen - Wuppertal - Solingen - Köln bleibt unangetastet. Das umfangreiche Konzept für den SEV und entsprechende Kommunikationsmaßnahmen werden noch erarbeitet, so ein Bahnsprecher. Fest stehe aber schon, dass zum Beispiel die Ersatzverkehre der Linien RE 4 und RE 13 deutlich beschleunigt zwischen Vohwinkel und Düsseldorf-Hbf verkehren sollen.

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