Der „Einpott“

Drei junge Frauen entwickeln Fertigmahlzeiten im Glas

Sophie Gnest, Eva Maier und Ronja Harder bilden das Team von Pack & Satt. Sie haben einen „Einpott“, eine Mahlzeit, die mit Wasseraufguss funktioniert, entwickelt. Foto: Pack & Satt
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Sophie Gnest, Eva Maier und Ronja Harder bilden das Team von Pack & Satt. Sie haben einen „Einpott“, eine Mahlzeit, die mit Wasseraufguss funktioniert, entwickelt.

Wuppertalerinnen wollen durch Crowdfunding ein kreatives Konzept für schnelles Essen etablieren.

Von Miriam Karout

Wuppertal. Heißes Wasser, einen Löffel und fünf Minuten Zeit. Mehr braucht es für das Fertiggericht im Glas nicht. Das Glas kommt zurück ins Pfandsystem, die ausgewogene und warme Mahlzeit in den Bauch. Der „Einpott“ soll eine Alternative für Menschen sein, die sich zwar gesund ernähren wollen, im Alltag aber nicht immer Zeit und Lust haben frisch zu kochen. „Wir haben Pack & Satt gegründet mit der Mission, den nachhaltigen Alltag einfacher zu machen“, sagt Gründerin Sophie Gnest, die an der Bergischen Universität in Wuppertal Mediendesign studiert hat.

Zunächst hätten sich die drei Gründerinnen mit der Verpackung beschäftigt und geschaut, wie man es einfach und nachhaltig gestalten kann. Für den „Einpott“ verwenden sie Joghurt-Pfandgläser, die man in den Läden wieder abgeben kann.

Fertigmahlzeiten stehen nicht unbedingt für gesundes Essen, weiß Sophie Gnest. Deshalb haben sie viel ausprobiert und überlegt, was am besten schmeckt. Trocknen sei die älteste Form, etwas haltbar zu machen und so probierten sie verschiedenes getrocknetes Gemüse und wie es schmeckt, wenn es wieder aufquillt. „Getrockneter Kürbis schmeckt gar nicht“, hat Sophie Gnest gelernt. Haferflocken, Linsen und Kartoffelflocken hingegen schon. Nun soll es den „Einpott“ in drei Geschmacksrichtungen geben: Spinat-Kartoffel, Tomate-Linse und Rote Bete und Kartoffel.

Einpott soll in Unverpacktläden angeboten werden

Heißes Wasser zum Aufgießen gebe es in jeder Teeküche. Die Mahlzeit kann direkt aus dem Pfandglas gegessen werden. Wer den „Einpott“ draußen und unterwegs verzehren möchte, hat aber auch die Möglichkeit, heißes Wasser aus der Thermoskanne hinzuzufügen, die die drei Gründerinnen gleich mitgestaltet haben.

Sophie Gnest und ihre Kolleginnen hoffen, den „Einpott“ zukünftig in den Regalen von Unverpacktläden und Bio-Läden zu sehen. Sophie Gnest, die mehrere Jahre in Wuppertal und später in Wuppertals „Riesen-WG“ gelebt hat, hat auch hier den örtlichen Unverpacktladen im Auge. Das Testen und Verkosten der Einpott-Prototypen hat im Übrigen auch die „Riesen-WG“ erreicht. Einige ehemalige Mitbewohner von Sophie Gnest haben mit ihren Geschmacksnerven zur Finesse des „Einpotts“ beigetragen und warten nun, dass es die Fertiggerichte im Glas auch hier bald gibt.

Doch bis es so weit ist, muss erst einmal die Crowdfunding-Kampagne abgeschlossen sein, die bis zum 18. Januar lief. Über das vergangene Wochenende waren noch rund 5000 Euro zu stemmen, aber Sophie Gnest ist zuversichtlich, denn sie hatten schon mehr als 19 000 Euro zusammen. „Wir sind sicher, dass es klappt. Aufgeben ist keine Option“, meint Sophie Gnest. Sobald das Geld zusammengekommen ist, sollen zunächst 7500 „Einpötte“ produziert werden, 2500 von jeder Sorte.

Mehr Infos zur Mahlzeit im Glas und der Crowdfunding-Kampagne der Gründerinnen gibt es im Internet: packundsatt.de

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