Drittes Rathaus

Bundesbahndirektion: Stadt verhandelt noch

Noch sind nicht alle Fragen geklärt, ob die Stadt Wuppertal Ankermieter in der ehemaligen Bundesbahndirektion wird. Archivfoto: Andreas Fischer
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Noch sind nicht alle Fragen geklärt, ob die Stadt Wuppertal Ankermieter in der ehemaligen Bundesbahndirektion wird.

Historischer Bau neben dem Wuppertaler Hauptbahnhof soll zum dritten Rathaus werden.

Von Andreas Boller und Jonas Meister

Wuppertal. Die Pläne für ein drittes Rathaus in der ehemaligen Bundesbahndirektion direkt neben dem Wuppertaler Hauptbahnhof sind noch nicht in trockenen Tüchern. In der Bahndirektion sollen das Straßenverkehrsamt, das Einwohnermeldeamt sowie andere Verwaltungseinheiten untergebracht werden. Diesem Plan hat der Stadtrat mehrheitlich zugestimmt – allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Wirtschaftlichkeit gegeben sein muss.

Die Verhandlungen mit der Clees-Gruppe befinden sich in einer kritischen Phase.

Stadtdirektor Johannes Slawig

„Die Verhandlungen mit der Clees-Gruppe befinden sich in einer kritischen Phase“, sagt Stadtdirektor Johannes Slawig. Aktuell stünden Spitzengespräche unter acht Augen an. Die Stadt werde durch Mirja Montag, Geschäftsführerin des Gebäudemanagements, und ihn vertreten. Auf der anderen Seite des Tisches sitzen Uwe und Alexander Clees, in deren Besitz die Immobilie ist.

In den vergangenen Monaten erstellte ein von der Clees-Gruppe beauftragtes Architekturbüro einen Umbau- und Belegungsplan für das Gebäude. Daraus errechnet die Clees-Gruppe ihre Investitionskosten und die daraus resultierenden Mietkosten. Die Höhe der Miete ist der entscheidende Punkt der Verhandlungen, denn nach Informationen der Stadt sollen langfristige Vereinbarungen angestrebt werden. Die Rede ist von 30 Jahren und mehr.

„Die Höhe der Miete wird über dem Preis liegen, den die Stadt für die aktuell belegten Immobilien zahlt. Das steht fest, aber das Projekt wird nur umgesetzt werden können, wenn die Kosten-Nutzen-Analyse positiv ausfällt“, sagt Johannes Slawig. Er geht davon aus, dass die Entscheidung in den kommenden Wochen fallen wird. In der Dezember-Sitzung des Stadtrates sollte ursprünglich darüber abgestimmt werden. „Dieser Termin ist noch nicht gesichert“, so Johannes Slawig.

Nach Informationen unserer Redaktion soll von der Clees-Gruppe ein Mietpreis von 13 bis 14 Euro pro Quadratmeter aufgerufen worden sein. Vor einem Jahr war noch von zwölf Euro pro Quadratmeter die Rede. Konkrete Zahlen, die Clees-Sprecher Marc Weisener auf Anfrage nicht kommentieren wollte.

Im sogenannten „dritten Rathaus“ plant die Verwaltung als Ankermieter 790 Mitarbeiter und damit das Einwohnermeldeamt, das Straßenverkehrsamt und den Bezirkssozialdienst Elberfeld unter ein Dach zu bringen. Und während das Jobcenter die Absicht hat, neben den Geschäftsstellen Elberfeld Süd und Mitte auch die Bildungsberatungsangebote für Jugendliche am Döppersberg zusammenzuführen, möchte die Uni nach dem Umbau hier mit dem Institut für Bildungsforschung einziehen.

Mieter

Nach dem geplanten Umbau, der laut Clees-Gruppe 20 bis 24 Monate dauern soll, wird die Bundesbahndirektion eine Fläche von 17.000 Quadratmetern bieten. Etwa die Hälfte davon soll die Stadt als Mieterin belegen, während das Jobcenter 3000 und die Bergische Universität 3800 Quadratmeter beziehen dürften.

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