Uni Wuppertal bringt Wissenschaft ganz nah an die Menschen

Luftbild der Uni in Wuppertal.©
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Luftbild der Uni in Wuppertal.<br><i>©

Wuppertal. Ganz im Zeichen der Forschung stand am Samstag die Elberfelder Innenstadt. Wissenschaftler der Universität Wuppertal präsentierten an drei Standorten Experimente und Vorträge zu ihren Forschungsdisziplinen.

In den City-Arkaden drängten sich die Besucher um die Beispiele der Naturwissenschaftler. Die Astrophysiker informierten über ihre Forschungsprojekte am Südpol und in der argentinischen Pampa.

Sie wollen dort mit den weltgrößten Experimenten auf diesem Gebiet die kleinsten nachweisbaren Teilchen, Neutrinos und Protonen, aufspüren. Diese können nämlich Aufschluss über die Zusammensetzung der kosmischen Strahlung geben, erläutert Doktorand Benjamin Semburg: "Wir erhoffen uns dadurch neue Erkenntnisse über die Entstehung und das Alter des Universums".

Bei den Elektrotechnikern im Erdgeschoss interessierten sich vor allem Männer für die "Videobasierten Fahrerassistenzsysteme". Mit Hilfe dieser Technik können in absehbarer Zukunft "intelligente" Fahrzeuge entwickelt werden, die zum Beispiel über eine Personen- und Straßenschild-Erkennung verfügen.

Im Von-der-Heydt-Museum nahmen die Kommunikatiosndesigner die Warenwelt und ihre Illusion genauer unter die Lupe. Professor Hans-Günter Schmitz erläuterte, inwieweit Werbung die Konsumenten täuscht und manipuliert. Prof. Dr. Gudrun Sartory sprach über "Zahnbehandlungsangst und wie man sie in der Griff bekommt". Dabei zeigte sie, dass Phobiker auf bestimmte Schockbilder (zum Beispiel von einem Zahnarztbohrer) wesentlich ängstlicher reagieren als "normale" Menschen.

Rektor Volker Ronge: "Die Resonanz ist noch besser als im letzten Jahr, alle Veranstaltungen sind durchgängig sehr gut besucht. Sogar bei den Vorträgen der Geisteswissenschaftler in der City-Kirche war das Haus immer voll, was so ja nicht unbedingt zu erwarten war."

Dort ging es unter anderem um Gedächtnis und Gedächtnisakrobaten in Antike und Mittelalter. Prof. Dr. Elisabeth Stein erzählte von den Strategien und Theorien, die die Denker des Mittelalters zum Thema "gutes Gedächtnis" entwarfen. Die skurrileren Ratschläge lauteten da zum Beispiel: "Man schlafe nachts nicht ohne Mütze und ziehe vor dem Schlafen immer die Schuhe aus." Das Publikum fühlte sich bestens unterhalten.

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