Ab Sonntag dürfen sich Senioren und Angehörige wiedersehen

Bewohner der Altenheime freuen sich auf Besuch

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Besuche sind nur mit Abstand und Schutzausrüstung möglich.

Einrichtungen haben Treffpunkte im Außenbereich aufgebaut.

Von Katharina Rüth

Wuppertal. Am Sonntag wird es viele Wiedersehen geben: In Altenheimen, für die seit fast acht Wochen ein Betretungsverbot galt, sind wieder Kontakte zugelassen – unter strengen Auflagen. Dafür haben die Heime jetzt die Vorbereitungen getroffen.

Am Donnerstag hatte die Caritas die Angehörigen der Bewohner ihrer Heime informiert, am Freitagmorgen „waren alle Listen zu“, berichtet Rainer Keßler, Referatsleiter Pflege bei der Caritas und Leiter des Caritas-Altenzentrums St. Suitbertus. Damit waren alle Termine vergeben. Eine halbe Stunde ist für jeden Besuch vorgesehen. „Das ist nicht viel“, räumt Caritas-Sprecherin Susanne Bossy ein. „Aber nur so können wir so vielen wie möglich einen Besuch ermöglichen.“

Die Zusammentreffen werden überwiegend im Freien stattfinden, die Heime haben auf ihren Außengeländen Zelte aufgebaut, die die Bewohner und Besucher von verschiedenen Seiten betreten, dann mit Abstand einander gegenüber sitzen. Bei der Caritas sorgen Plexiglasscheiben für zusätzliche Sicherheit. Damit die Verständigung klappt, wurden Babyphone angeschafft. Besucher und Heimbewohner müssen Masken tragen, bei der Diakonie erhalten die Angehörigen sogar FFP2-Masken und Kittel.

Besucher müssen bei der Ankunft ihre Kontaktdaten angeben und unterschreiben, dass sie keine Krankheitssymptome haben und keinen Kontakt zu positiv getesteten Menschen hatten. „Wir haben auch kontaktlose Fieberthermometer“, sagt Susanne Bossy. Aber die dürften nur mit Einverständnis der Besucher benutzt werden. Alle werden noch einmal auf die Hygiene-Regeln hingewiesen. Jeder Besuch wird von einer Mitarbeiterin begleitet, die Treffpunkte nach jedem Besuch desinfiziert.

Findet das Treffen draußen statt, sind zwei Besucher pro Bewohner erlaubt. Wenn der Bewohner bettlägerig ist, darf jeweils ein Besucher ihn im Zimmer besuchen – unter noch strengeren Hygiene-Regeln. Alle Beschränkungen dienen dem Schutz der Bewohner, denen das Coronavirus besonders gefährlich werden kann.

Die kurze Vorbereitungszeit sei „schon sportlich“, sagt Keßler. Für das Personal bedeutet alles Zusatzaufwand. Einige Mitarbeiter verzichten dafür auf ihr freies Wochenende. „Aber die freuen sich auch“, versichert Diakonie Altenhilfe-Geschäftsführerin Christine Vieweg. Sie hätten ja wochenlang Senioren und Angehörige vertrösten müssen.

Und die Heimbewohner selbst freuen sich natürlich auch: „Die Freude ist riesig“, berichtet Rainer Keßler. Aber es gibt auch Sorge, dass die Besucher das Virus ins Haus tragen. Im Heimbeirat, der Vertretung der Bewohner, habe es sofort geheißen: „Aber es müssen alle Mundschutz tragen und sich die Hände waschen.“

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