Bundesgartenschau 2031

Wuppertal bereitet die Buga-Bewerbung vor

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Rund um den Tescher Stich soll eins der geplanten Buga-Areale entstehen.

Wuppertal. Die Stadt Wuppertal hat am 13. Juni weitere Schritte in Richtung einer Bewerbung für die Buga angekündigt. Dabei sollen die Bürger stetig mit einbezogen werden.

Von Katharina Rüth

Nach dem Bürgerentscheid zur Bewerbung für die Bundesgartenschau (Buga) 2031 geht es jetzt darum, die tatsächliche Bewerbung vorzubereiten. Oberbürgermeister Uwe Schneidewind kündigte an, dass die Bürger regelmäßig informiert werden und Bürgerbeteiligungsformate für den weiteren Prozess vorbereitet werden.

Für Montag kündigte die Stadt an, dass sich der Bewerbungsbeirat mit den weiteren Schritten befasst. Der „Bewerbungsbeirat Bundesgartenschau“ besteht aus elf Mitgliedern des Rates, den Vorsitz hat der Oberbürgermeister. Ist die Bewerbung angenommen, kann er zum Planungsbeirat werden.

„Es geht jetzt zuerst einmal um eine tragfähige Projektarchitektur“, so OB Schneidewind. Es soll ein Projektbüro im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters errichtet werden. Es soll einen Lenkungskreis auf Dezernentenebene geben. Projektgruppen sollen sich mit Teilprojekten wie Finanzen, Grundstücken oder Mobilität beschäftigen. Erste Aufgabe wird sein, einen Projektplan zu erarbeiten, in dem die anstehenden Aufgaben in einen Zeitplan mit Zielen und Teilzielen eingeordnet wird.
Zeitnah soll auch die bisherige Machbarkeitsstudie um weitere Vorschläge erweitert und entschieden werden, ob die Bewerbung mit oder ohne Hängebrücke eingereicht wird, erläuterte der Oberbürgermeister. Die Unterlagen gehen an die Deutsche Bundesgartenbaugesellschaft (DGB). Für die zweite Augustwoche ist vorgesehen, dass Vertreter der DGB das Gelände begehen, innerhalb von zwei bis drei Wochen werde dann eine Entscheidung fallen, so Schneidewind.

Deshalb werden auch bereits die Verträge mit der DGB vorbereitet. Dabei solle eine erfahrene Kanzlei sollen die Stadt beraten. „Ziel ist, dass der Rat Ende September über die Verträge entscheidet“, kündigte Schneidewind an. Auch die Auswirkungen der Buga auf den städtischen Haushalt sollen im September den politischen Gremien vorgelegt werden.

Er nannte die DGB „einen hochprofessionellen Partner“, „der weiß, wie eine erfolgreiche Bundesgartenschau realisiert wird“. Wuppertal werde „ein Beispiel setzen für eine Buga der Nachhaltigkeit und der Bürgerbeteiligung“. Ein breites Bündnis an Unterschützern habe den Aufbruchswillen der Stadt trotz schwieriger Randbedingungen unterstrichen. Dafür müsse die Finanzierung der Kommunen auf realistische Füße gestellt werden. Die Buga 2031 solle „ein breites Gemeinschaftsprojekt zum Wohle Wuppertals“ werden.

„Ziel ist, dass der Rat Ende September über die Verträge entscheidet.“

Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister

Wichtig ist Schneidewind die Beteiligung der Bürger. Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung plane weitere Beteiligungsprozesse; es gehe darum, die vielen Vorschläge wie den für eine „Buga plus“ und weitere zu sortieren. Zudem arbeite die Stabsstelle an einem Beteiligungskonzept, um den weiteren Umgang mit einer möglichen Hängebrücke als Element der Buga zu beraten. „Für die vielen Ideen und die Diskussionen über die konkrete Ausgestaltung braucht es jetzt vielfältige Beteiligungsformate. Wir müssen diese Chance gemeinsam nutzen“, so Schneidewind.

Die Wuppertalbewegung hat sich derweil ausdrücklich für eine „Buga plus“ ausgesprochen, bei der die „Buga und die Entwicklung Wuppertals zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Stadt zusammengebracht werden“. Die grundsätzliche Zustimmung zur Buga biete die Möglichkeit – wie von der Politik angekündigt – weitere Ideen mit aufzunehmen.

Die Wuppertalbewegung findet den im Konzept Buga plus vorgeschlagenen „Premium-Radwegering“, mit dem Kernareale der Buga erreicht würden und der langfristig für Alltags- und Freizeitverkehr genutzt werden könnte, sehr sinnvoll. „Gerne arbeiten wir in folgenden Diskussionen mit“, erklärt der Verein. „Als Wuppertalbewegung e.V. ist uns wichtig, dass die Vorschläge verschiedener Gruppen und Vereine tatsächlich berücksichtigt werden und ein Nutzen für die gesamte Stadt sichergestellt wird.“ Die „Ursprungsversion gemäß Studie und Verwaltungsvorschlag mit Schwerpunkt Vohwinkel“ unterstütze der Verein dagegen nicht.

Die Buga dürfe auch nicht zu Lasten zu vieler anderer städtischer Projekte gehen: „Ein Kostenmanagement muss sichergestellt sein“, es dürfe keine Kostenexplosion wie bei anderen Projekten geben. Der Verein fordert zudem auf, Ideen zur Einbindung der Nordbahntrasse in eine Buga an info@wuppertalbewegung.de zu senden. Er werde sicherstellen, dass diese Ideen bei den städtischen Planungen berücksichtigt werden können.

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