Kunstwerke

Solingerin wirbt mit „Wuppersteinen“ fürs Bergische

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Miriam Gatawetzki-Köppchen hat im Sommerurlaub den ersten bunten Stein gefunden. Jetzt verteilt sie selbst die kleinen Kunstwerke in Wuppertal. 

SOLINGEN/WUPPERTAL 400 bunte Steine hat Miriam Gatawetzki-Köppchen ausgelegt und verfolgt jetzt ihre Wege.

Von Bernadette Brutscheid

Auch der Zuckerfritz am Wuppertaler Neumarkt wird beschenkt: Miriam Gatawetzki-Köppchen sucht einen Stein mit Bergischem Motiv aus und legt ihn in die Hand des Wuppertaler Originals. Das Exemplar hat sie selber bemalt.

Auf die Idee gekommen ist sie beim diesjährigen Sommerurlaub im niederländischen Zeeland. Dort stolperte die Solingerin quasi über einen Prototypen. Sie fand einen hübsch angemalten Stein mit Alpenmotiv am Strand. Die Hobbymalerin erfreute sich über das fein ausgemalte Motiv und nutzte noch im Urlaub das Internet, um Hintergründe zu recherchieren. Was hat es mit dem bunt bemalten Stein auf sich?

Das Prinzip: Bemalen, auslegen, finden, mitnehmen, neu auslegen

Dabei wurde sie schnell fündig und auf die Szene der Steinliebhaber aufmerksam. Liebevoll bemalt werden sie überall ausgelegt. Sie sollen gefunden, mitgenommen und an anderer Stelle wieder ausgelegt werden.

Verschiedene Gruppen hat Gatawetzki-Köppchen im Netz gefunden, die diesem Hobby nachgehen, doch keine im Bergischen Land. Also wurde sie aktiv. Sie sammelt und bemalt Steine, legt diese in Wuppertal und im Urlaub aus. Gleichzeitig machte sie ihre Aktion auf Facebook publik: Dort hat sie eine eigene Gruppe erstellt: die „Wuppersteine“. „Ich habe schon immer gerne gezeichnet“, erzählt sie.

Ihre kleinen Kunstwerke tragen auf der Rückseite die Bitte, nach dem Auffinden ein Foto zu machen und dieses mit der Angabe des Fundortes auf Facebook zu posten. Und das funktioniert: Etwa 220 Mitglieder hat die Gruppe innerhalb der kurzen Zeit.

Ein Stein hat es schon bis nach Griechenland geschafft

Das anfangs regionale Projekt hat sich schnell über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus ausgeweitet. „Das Prinzip ist ja, dass die Steine weitergetragen werden“, so Gatawetzki-Köppchen. Freunde sind inzwischen im Odenwald aktiv. Durch das Posting in der Gruppe können die Wege der Steine verfolgt werden. So gelangte eines der kleinen Kunstwerke schon von Schloss Burg über mehrere Etappen nach Lüneburg, ein anderer Stein hat es inzwischen sogar bis nach Griechenland geschafft. Deutschlandweit finden sich inzwischen die Mitglieder ihrer Gruppe.

Die Motive sind vielfältig. Natürlich gibt es Bekanntes aus der Heimat, von der Müngstener Brücke bis zur Dröppelmina. Auch Comicfiguren finden sich, Tiere, Blumen, Landschaften. Gemalt wird mit Acrylstiften, anschließend werden die Steine mit einem Klarlack überzogen, so bleiben die Motive länger haltbar.

Zwar werden die Steine bei der Auslegung nicht versteckt – schließlich sollen sie gefunden werden und weiter auf Reise gehen – dennoch ist es oft wie mit der Nadel im Heuhaufen, wenn man gezielt nach ihnen sucht.

Etwa 400 Steine hat Miriam Gatawetzki-Köppchen inzwischen ausgelegt. Sie will mit ihrer Aktion auch regionale Motive über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus vermitteln und die Heimat bekannter machen – daher freut sie sich über weitere aktive Mitstreiter.

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