Gestaltung Döppersberg

Wupperpark soll am 15. November öffnen

Bald wird der Wupperpark am Döppersberg von zwei Seiten aus zugänglich sein. Zwei Platanen haben den Umbau überdauert. Foto: Stefan Fries
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Bald wird der Wupperpark am Döppersberg von zwei Seiten aus zugänglich sein. Zwei Platanen haben den Umbau überdauert.

Wuppertal. Nach jahrelangen Diskussionen um die Gestaltung und Nutzung am Döppersberg werden die Bauzäune abgebaut.

Von Andreas Boller

Noch versperren Gitter den Zugang zum neu gestalteten Wupperpark, der zwischen Wupper und B 7 liegt und vom Infopavillon am Döppersberg bis zum Brausenwerth reicht. Am 15. November soll der Wupperpark für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Zur gleichen Zeit wird voraussichtlich das Café Cosa eröffnet, nachdem der neue Infopavillon der Stadtmarketing GmbH bereits am 25. Oktober in Betrieb genommen worden ist. Die Stadt hat rund vier Millionen Euro in den Ausbau des Wupperparks investiert, die Schlussabrechnung steht noch aus. Unter der Bezeichnung Wupperpark Ost ist das Projekt in Wuppertal besser bekannt.

Nun plädiert Dezernent Frank Meyer dafür, den Zusatz Ost zu streichen. Dieser Zusatz sei verwendet worden, um die Fläche von dem Bereich westlich des Köbo-Hauses und der Schwebebahnstation zu unterscheiden. Der Namenszusatz sei nicht mehr erforderlich.

2022 eröffnet im Bunker ein Club

Ursprünglich sollte der Wupperpark zeitgleich mit dem Umbau des Döppersbergs fertiggestellt sein, aber die Pläne wurden mehrfach grundlegend verändert. So zum Beispiel durch die Idee von Bauherr Markus Riedel, den Döppersberg-Bunker zu einem Club umzubauen, in dem ab dem kommenden Sommer oder Herbst internationale Stars der DJ-Szene auflegen werden. Die Corona-Pandemie, Diskussionen um den Erhalt von fünf Platanen auf dem Gelände sowie eine Neuplanung der beiden Gebäude warfen den Zeitplan aber gleich mehrfach über den Haufen.

Frank Meyer zeigt sich nun zuversichtlich im Hinblick auf die noch zu erledigenden Arbeiten. „Wir werden deutlich unter den geplanten Kosten von fünf Millionen Euro bleiben. Es wird eine Vier vor dem Komma stehen, eventuell eine kleinere Zahl“, sagte Meyer.

In dieser Woche haben Mitarbeiter der Landschaftsgärtnerei Leonhards Bäume gepflanzt. „Wir wollten Bäume und keine Pinsel“, sagte Frank Meyer. Es handelt sich um sechs bis sieben Meter hohe japanische Zelkoven und eine zwölf Meter hohe Schwarzerle.

Kostentreiber waren andere Faktoren: So musste eine stabile Stützmauer und Mauerkrone hin zur Wupper errichtet werden. Eine Öffnung zum Wupperufer ist an dieser Stelle zwar nicht möglich, denn die Wupper wird dort als Kanal mit hohen Mauern geführt, dafür aber können die Besucher des Parks bald entlang des typischen Wuppergeländers flanieren. Wunsch der Stadt ist, dass der Wupperpark möglichst von allen Wuppertalern genutzt wird.

Im Café Cosa können sich Obdachlose oder Menschen mit Drogenproblemen treffen und Kontakte knüpfen. Im Verlauf der Planungen hatte es immer wieder kontroverse Diskussionen gegeben, ob der „neue“ Döppersberg der geeignete Ort ist, um als Anlaufstelle für Drogenkranke zu dienen. Befürworter des Standortes, unter ihnen Sozialdezernent Stefan Kühn, hatten aber immer wieder betont, dass sich die Drogenszene nicht in Randbereiche der Stadt verdrängen lasse. Mit dem Café Cosa im östlichen Teil des Wupperparks ist nun ein architektonisch sehr anspruchsvolles Gebäude entstanden, das mit dem Pavillon ein Ensemble bildet.

Weite Bereiche des Parks sind versiegelt

Lieferprobleme im Hochbau bei den gebogenen Scheiben führten dazu, dass abschließende Arbeiten noch bis ins Frühjahr dauern werden. Andreas Klein, der die Tiefbauarbeiten leitet, wies daraufhin, dass für die Oberflächenbeschichtung der kompletten Asphaltfläche noch einige trockene und wärmere Tage nötig sind. „Befestigte Wege sind im Wupperpark erforderlich, sonst hätten wir hier in einigen Jahren einen Sanierungsfall“, erklärt er, dass weite Bereiche des Wupperparks versiegelt sind.

Martin Bang von Wuppertal Marketing, ist stolz auf den Pavillon: „Wir hatten in den ersten Tagen großen Zulauf. Der Pavillon ist ein Schaufenster für Wuppertal. Wir können immer wieder neue Anreize setzen und bieten weit mehr als Touristen-Info.“

Zugänge

Der Info-Pavillon und das Café Cosa werden nach der Öffnung sowohl über die Alte Freiheit und die Geschäftsbrücke zum Hauptbahnhof als auch von der Morianstraße aus erreichbar sein. Fertiggestellt sind die Beleuchtung sowie die Natursteinfassungen der Bauminseln.

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