Naturschutz

Wupper in der Kohlfurth wird weiter renaturiert

Die Wupper wurde im Bereich der Kohlfurth renaturiert.
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Die Wupper wurde im Bereich der Kohlfurth renaturiert.

Wuppertal. Verband will mit Insel und Buhnen den Lebensraum für Tiere und Pflanzen verbessern.

Von Katharina Rüth

Im Bereich der Firma Berger hat die Wupper in der Kohlfurth bereits wieder ein natürlicheres Aussehen erhalten. Auch weitere Abschnitte sollen in den kommenden Jahren renaturiert werden. Der Wupperverband ist dazu aber noch in der Planungsphase.

„Derzeit laufen vor allem Absprachen mit der Genehmigungsbehörde Bezirksregierung Düsseldorf zum konkreten Umfang und möglichen Maßnahmen“, erläutert Wupperverbandssprecherin Susanne Fischer. Weil das Projekt noch in einem frühen Stadium stecke, könnten sie momentan noch keine Angaben dazu machen, wann die Arbeiten stattfinden. Auch die Länge des Wupperabschnitts und seine Gestaltung seien noch nicht klar. Nur so viel: Der Planungsraum sei maximal 1,2 Kilometer lang.

Susanne Fischer erklärt: „Die Maßnahmen sind aber nicht durchgängig angedacht, sondern abschnittsweise, dann jeweils auf einer Uferseite.“ Je nach Abschnitt gebe es dann Maßnahmen auf Wuppertaler oder auf Solinger Seite, die jeweils mit den Kommunen abgestimmt werden.

„Diese sorgen für Strukturvielfalt und Dynamik.“

Susanne Fischer, Sprecherin des Wupperverbands, über die Umsetzung der Renaturierung

Angedacht seien Aufweitungen des Flussbetts, eventuell blieben im heutigen Uferbereich Inseln aus der heutigen Böschung bestehen. Ebenfalls sind Buhnen angedacht, das sind Steinanschüttungen im Uferbereich, die in das Flussbett ragen, oder Einbau von Totholz als Strukturelemente. „Diese sorgen für Strukturvielfalt und Dynamik“, so Susanne Fischer.

Das ist das Ziel der Renaturierung, um für möglichst viele Pflanzen und Tiere einen Lebensraum im Fluss zu schaffen. Für die Umsetzung sollen dann Fördergelder vom Land beantragt werden. Der Eigenanteil soll genossenschaftlich durch den Wupperverband finanziert werden im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Nach dieser Richtlinie sollen alle Gewässer bis 2027 einen „guten Zustand“ erreichen. Dazu gehören neben der Wasserqualität auch die Natürlichkeit der Flussläufe sowie das Vorkommen von Fischen, Kleinlebewesen, Algen und Pflanzen.

Zur Umsetzung dieser Richtlinie und Gewässerentwicklung hat der Wupperverband bereits 500 von insgesamt mehr als 1200 Einzelmaßnahmen umgesetzt, das entspricht 41 Prozent. Für den Zeitraum 2018 bis 2030 umfassen die Investitionen des Wupperverbands rund 14 Millionen Euro.

Projekte

Der Wupperverband hat zahlreiche Wupper­abschnitte naturnah gestaltet und Gewässer für Fische und Kleinstlebewesen durchgängig gemacht. So wurde der Fischaufstieg auf dem Firmengelände Erfurt 2021 erneuert. Die im Jahr 2021 begonnene Renaturierung der Wupper vom Bayerwerk bis zum Grünen Zoo Wuppertal soll 2023 abgeschlossen werden.

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