Geplantes Outlet-Center verliert Interessenten

WMF: Aus für FOC-Pläne — Umzug in die Poststraße

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Das markante Sticher-Haus im Wuppertaler Zentrum.

WUPPERTAL Der bislang einzige bekannte potenzielle Mieter zieht die Reißleine und plant um.

Von Manuel Praest

WMF war bislang der einzige öffentlich bekannte Mietinteressent für das geplante FOC in der Bahnhofsdirektion. Doch jetzt hat das Unternehmen die Reißleine gezogen. „Da sich eine Eröffnung des geplanten Factory Outlets in Wuppertal nicht realistisch prognostizieren lässt, haben wir uns nach Alternativen umgesehen“, erklärt Sprecher Stefan Kellerer auf Anfrage unserer Zeitung. WMF werde im Dezember dieses Jahres eine neue Filiale in der Poststraße 16 eröffnen. „Dieses Geschäft wird kleiner sein als unsere bisherige Filiale und wird sich ausschließlich auf das WMF-Sortiment konzentrieren“, so Kellerer. Damit werde man in Wuppertal weiterhin stark vertreten sein und könne ein sehr großes und umfangreiches Sortiment mit kompetenter Beratung anbieten.

Zukunft des Sticher-Hauses unklar

Die bisherige Filiale im Sticher-Haus wird Mitte Dezember 2018 schließen. Schon seit Monaten läuft dort der Ausverkauf. WMF hatte mehrfach den Mietvertrag verlängern müssen – wegen der Hängepartie ums FOC. Darauf hat das Unternehmen jetzt offenbar keine Lust mehr. Die Clees-Gruppe, die hinter den FOC-Plänen steht, wollte sich zu der Entscheidung nicht äußern. Das Aus für WMF dürfte aber Wasser auf die Mühlen derjenigen Kritiker sein, die schon länger nicht mehr an eine Realisierung des Outlets glauben.

Wie es für das Sticher-Haus weiter geht, steht indes noch nicht exakt fest. Zumindest die Richtung gibt Makler Philip Wehinger von IP NRW aber an: Es werde voraussichtlich Gastronomie. Gerüchteweise wurden schon seit längerem bekannte Namen, vor allem Ketten und Franchises, genannt. Wer dort aber eröffnen wird, kann und will Wehinger noch nicht sagen. Man versuche aber einen möglichst fließenden Übergang hinzubekommen. Der Leerstand soll nach dem Auszug von WMF nicht sehr lange dauern, so die Hoffnung.

Ähnliches dürfte ein paar Meter weiter auf der Herzogstraße gelten. Dort schließt das Schuhaus Romano ebenfalls spätestens Januar 2019. Das Unternehmen Klauser, zu dem die Filiale gehörte, hatte das Aus unter anderem mit der veränderten Standortsituation begründet. Die Herzogstraße habe sich in diesem Bereich immer mehr zur Gastromeile gewandelt. Auch der Nachfolger von Romano wird nicht mehr im Einzelhandel zu finden sein. Die Planungen laufen in Richtung Eiscafé und Konditorei, so der Eigentümer der Scheu Immobilien Wuppertal GmbH, dem das mehrstöckige Geschäftshaus gehört. Auch ein größerer Umbau ist möglich.

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