Wildgehege bleibt zur Brunft offen

Grafenberger Wald: „Hochzeitsgatter“ schützt Gäste.

Düsseldorf. Wenn die Besucher des Düsseldorfer Wildparks Grafenberg im Oktober und November schnarchende Geräusche hören, dann hat die Fortpflanzungszeit des Damwildes, die Brunft, begonnen. Die Damhirsche sind in der Paarungszeit aufgrund von Rivalenkämpfen aggressiv und auch gegenüber Menschen unberechenbar.

In der Vergangenheit musste deshalb für gut acht Wochen das komplette Freigehege gesperrt werden. Durch die Errichtung von sogenannten Hochzeitsgattern können Besucher das gesamte Freigehege nun auch in der Fortpflanzungszeit betreten. Die Hirsche sind nun in einem separaten Gehege untergebracht, aus dem sie nicht in das Freigehege wechseln können. Die Zugänge sind so angelegt, dass sich nur die weiblichen Tiere, die keine Geweihe besitzen, ungehindert bewegen und das separate Hirschgehege betreten und verlassen können.

Während die Brunftzeit des Rotwildes Anfang Oktober endet, beginnt die Fortpflanzungszeit des Damwildes im Oktober und erreicht ihren Höhepunkt gegen Ende dieses Monats. Mitte/Ende November kehrt meist wieder Ruhe im Wildpark ein. Die Hirsche tragen untereinander Brunftkämpfe aus, die jedoch mehr zeremoniellen Charakter haben.

Der Brunftschrei des Hirsches ist wenig melodisch und ähnelt einem lang anhaltenden, rasselnden Rollen oder Schnarchen, das an- und abschwillt. Nach der Paarung kommen nach rund siebeneinhalb Monaten Tragzeit die Kälber zur Welt. red

duesseldorf.de/stadtgruen/wald/wildpark

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