Ideen der Bürgerinitiative

Wie es mit der Kleinen Höhe in Wuppertal weitergehen soll

Die Bürgerinitiative Kleine Höhe, hier der Sprecherkreis, will weiter für den Erhalt des Grünzugs zwischen Wuppertal und Neviges kämpfen.
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Die Bürgerinitiative Kleine Höhe, hier der Sprecherkreis, will weiter für den Erhalt des Grünzugs zwischen Wuppertal und Neviges kämpfen.

Wuppertal. Die Kleine Höhe in Wuppertal könnte einem Gewerbegebiet weichen. Eine Bürgerinitiative setzt sich für den Erhalt des Grünzuges ein und will ihn zur Naherholung ausbauen.

Die Bürgerinitiative Kleine Höhe will nach der Verhinderung der Forensik nicht die Hände in den Schoß legen, sondern sich weiter engagieren. Der Grünzug zwischen Wuppertal und Neviges soll erhalten bleiben. Denn noch ist im Regionalplan dort ein Gewerbegebiet ausgewiesen. Die Idee: das Areal besser für die Naherholung erschließen und bekannt machen – als „Wanderland“.

Der sechsköpfige Sprecherkreis der Bürgerinitiative (BI) stellte jetzt die Ideen dazu vor: Angela Müller hat einen möglichen großen und einen kleiner Rundwanderweg von einer halben und einer Stunde ausgearbeitet, dazu weitere Wegeverbindungen, die etwa an andere Wanderregionen wie das Neandertal führen.

Wege ausbauen, Bänke und Infotafeln aufstellen

Allerdings seien viele Wege derzeit nicht nutzbar, verschlammt, zugewachsen, verschwunden – auch Wege, die einst als Wanderwege ausgezeichnet waren. Die Wege sollen so (wieder) ausgebaut werden, dass auch Ältere sie bequem als Spazierweg nutzen können.

Es soll weitere Bänke geben – drei hat die Initiative schon aufgestellt, ermöglicht durch Spenden. Zudem wünscht sich die BI Papierkörbe, Wegweiser und Infotafeln. „Ich träume ja von QR-Codes“, sagt Angela Müller. Über diese sollten Spaziergänger Informationen über Pflanzen, Tiere, Landschaftsform und Geschichte des Gebietes auf dem Handy abrufen können. Ein Freizeitpark soll das Gelände ausdrücklich nicht werden, sondern nachhaltig gestaltet, idealerweise kombiniert mit ökologischer Landwirtschaft

.Schon jetzt sei die Kleine Höhe mit öffentlichen Verkehrsmitteln „von allen Seiten gut zu erreichen“, betont Angelika Behr: Mit der S-Bahn bis Velbert-Rosenhügel, mit der Buslinien 627 von Barmen und den Linien 647 und 649 von Wuppertal Hauptbahnhof aus.

Die BI ist sich bewusst, dass ihre Ideen nur eine Vision sind, für deren Verwirklichung sie auf andere angewiesen ist. Dennoch ist ihr Ziel: „Wanderland Kleine Höhe soll ein Begriff werden“, erklärt Peter Egen. Zweck ist, den Wert des Areals bekannter zu machen. Es gehört zu einem Grüngürtel zwischen Ruhr und Rhein, ist wichtige Frischluftschneise. „Wir wollen das Gebiet bekannt machen, damit man es wertschätzt“, so Uwe Teubner. Denn sein angeblich geringer Wert für die Freizeitnutzung sei ein Argument in den Abwägungen zu einer möglichen Bebauung gewesen

.Derzeit sei eine Bebauung nicht geplant, aber die BI will das Gelände dauerhaft schützen. Weiterhin ist ein mögliches Gewerbegebiet dort im Regionalplan verzeichnet. Das zu verändern sei nicht möglich, sei ihnen gesagt worden, solange Wuppertal einen Mangel an Gewerbeflächen habe.

„Angeblich haben wir 124 Hektar zu wenig“, sagte Peter Egen. Die BI zweifelt an diesen Berechnungen. Der Politiker Patric Mertins (CDU), Mitglied im Regionalrat, und der Landtagsabgeordnete Martin Sträßer (CDU) hätten sie bestärkt, dass sie zwar dicke Bretter bohren müssten. Aber sie sollten in kleinen Schritten weitermachen.

BI will Gespräche mit allen Akteuren führen

Die BI wünscht sich Unterstützung durch die Stadt. Ihr gehörten viele Flächen auf der Kleinen Höhe, ihre Hilfe bräuchten sie etwa für den Ausbau der Wege. Im März will die BI erneut mit Oberbürgermeister Uwe Schneidewind sprechen. Aber auch mit anderen Akteuren will sie reden, vor allem mit den Landwirten der Kleinen Höhe, mit Politikern und mit dem Sauerländischen Gebirgsverein. Und sie setzt zudem auf die Unterstützung der Menschen, die im Kampf gegen die Forensik geholfen haben.

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