Wuppertaler Verein Hebebühne

Wettbewerb „Offline“: Wie aus ungeheizten Räumen Kunst wird

Gründungsmitglied Jacob Economou. Foto: Stefan Fries
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Gründungsmitglied Jacob Economou.

Wuppertal. Bereits seit zwölf Jahren fungiert der Verein Hebebühne als gemeinnütziger Ausstellungs- und Veranstaltungsort.

Von Bernadette Brutscheid

Er ist freier Treffpunkt und Ort der Kommunikation. Von Anfang an dabei ist Gründungsmitglied Jacob Economou. Zum dritten Mal schreibt er mit seinem Kunst- und Kulturverein den Wettbewerb „Offline“ aus.

„Die Idee dahinter ist, die Räume auch im Winter zu bespielen“, erklärt er. Im Vordergrund der künstlerischen Arbeiten soll dabei der Umgang mit den während der Winterpause ungeheizten und daher auch ungenutzten Räumen stehen. Ohne Anwesenheit können die Arbeiten angeschaut werden.

Erzielt werden soll eine Außenwirkung, die den unmittelbaren Wahrnehmungsraum des Gebäudes in der kalten Jahreszeit lebendig hält und auch die Gegebenheit der frühen Dunkelheit aufgreift. Die Künstler überlegen sich ein neues Konzept oder adaptieren ein bereits vorhandenes. Dafür müssen sie nicht unbedingt vor Ort sein. Im Winter 2017/18 gab es „Offline“ zum ersten Mal. Economou erinnert sich an viele interessante Installationen. Projektionen eines Künstlers aus Dresden auf die Fensterscheiben zum Beispiel, die den Betrachter zum Nähertreten animierten. In einem anderen Monat wurde die Laterne vor dem Gebäude abgeschaltet, und im Inneren erstrahlte eine Heißdampflaterne.

Deutschlandweit ist der Wettbewerb ausgeschrieben. Bewerben können sich professionelle Künstler, Kunststudent und Kollektive. Eine Jury, bestehend aus Quartierbewohnern und Wuppertaler Künstlern, wählt aus den eingesendeten Konzepten vier herausragende Positionen aus. Wichtig ist dabei der spezifische Bezug zum Ort Hebebühne und die Originalität des Vorhabens. Die Arbeit muss im Außenraum in den Wintermonaten realisierbar ein.

„Offline ist ein optimales Corona-Konzept.“

Vereinsmitglied Jacob Economou

„Eigentlich ist offline ein optimales Corona-Konzept“, findet Economou, der sich freut, dass es wieder mit Aktivitäten losgehen kann. Als Novum ist geplant, die Ausstellung live ins Netz zu spielen. Die Bewerbungsfrist ist der 31. Juli.

Doch bevor im Herbst die ersten Kunstwerke gezeigt werden, startet „Supagolf“. Vom 24. Juli bis zum 8. August kann in der Hebebühne und Utopiastadt wieder Minigolf der besonderen Art gespielt werden.

bruhebebuehne-ev.desupagolf.de

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