Verein

Werkzeugkiste feiert am 6. Juli Jubiläum

WUPPERTAL 25. Auflage der Benefiz-Veranstaltung im „Dorp“.

Natürlich standen Wahlen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung des Vereins „Cronenberger Werkzeugkiste“. Doch im Grunde warteten die versammelten Mitglieder im Café Born vor allem darauf, was der 1. Vorsitzende Stefan Alker schon zum 6. Juli dieses Jahres sagen konnte: Dann steigt die 25. Auflage der Benefizveranstaltung.

Mit der Jubiläumsveranstaltung will man an den Erfolg der letzten Werkzeugkiste 2017 anknüpfen. Denn die brachte mehr als 70 000 Euro Erlös, der traditionsgemäß zur Hälfte behinderten Menschen in Wuppertal und der Partnerstadt Schwerin zugutekommt. Zur anderen Hälfte wird er an soziale Einrichtungen verteilt. Insgesamt sind es bereits mehr als eine Million Euro, die im Laufe der letzten 24 Auflagen der Werkzeugkiste seit 1972 Menschen halfen, die eher die Schattenseiten des Lebens kennengelernt haben.

40 000 Besucher erwarten die Organisatoren

25 ist die magische Zahl, die sich auch in den Vorbereitungen auf das Großereignis wiederfindet. „Wir haben wasserfeste Taschen in einer limitierten Auflage von 250 Stück herstellen lassen, die das Logo der Werkzeugkiste mit dem Hinweis auf das Jubiläum tragen“, erklärte Stefan Alker. Der Preis: „Natürlich 25 Euro.“ Angeboten wird das nützliche Sammlerstück ab dem 6. April. Außerdem werden 25 Werkzeugkoffer verkauft. „Mit hochwertigem Inhalt“, versprach Alker, verbunden mit dem Hinweis, dass einer davon verlost wird.

Udo Hinsche, auch einer, der seit Jahrzehnten an vorderster Front der Werkzeugkiste im Beirat dabei ist, wies auf eine große Ausstellung in der Cronenberger Filiale der Stadtsparkasse hin. „Es werden ab Mitte Juni Fotos und Dokumente zum Thema Werkzeugkiste zu sehen sein“, so Hinsche. Foto-Dokumente, auf denen auch die prominenten Schirmfrauen und -herren zu sehen sein werden. So wie Bundespräsident Johannes Rau, Außenminister Hans-Dietrich Genscher oder die Bundestagspräsidentin Annemarie Renger.

40 000 Besucher erwarten die Organisatoren am 6. Juli. „59 Anmeldungen von Ausstellern haben wir vorliegen. Aber ich denke, dass wir die 100 auf jeden Fall wieder erreichen“, gab sich Alker optimistisch und verriet schon die Pläne für die Verwendung der erwarteten Erträge.

Ein Teil des letzten Erlöses ging an die Kinder- und Jugendhilfe

„Die Hälfte des Geldes geht wie immer an Behinderten-Einrichtungen in Wuppertal und Schwerin. Die andere Hälfte soll zum Teil an die Fördervereine der Freiwilligen Feuerwehren in Cronenberg und Hahnerberg gehen. Und wir möchten auch dem Frauenhaus einen namhaften Betrag zur Verfügung stellen.“

Ein Teil des letzten Erlöses ging an die Kinder- und Jugendhilfe, deren Vertreter, der Kunst-Pädagoge Otto Zach, Gast im Café Born war und sich herzlich für die Zuwendung bedankte. Zach hilft am Katernberg traumatisierten jungen Menschen zwischen 7 und 17 Jahren durch künstlerische Tätigkeit, vor allem durch Malen, die zum Teil fürchterlichen Ereignisse in ihrem Leben zu verarbeiten. „Wer so etwas hört, weiß, weshalb wir das hier machen. Wir helfen Menschen, die es nötig haben“, so Alker. red

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