Blindgänger

Weltkriegsbombe entschärft: Züge werden nicht mehr umgeleitet

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Die Hohenzollerbrücke wird für den Zeitraum der Entschärfung gesperrt.

KÖLN Nach der Entschärfung der Weltkriegsbombe werden die Züge nach Köln Hbf nicht mehr umgeleitet, dennoch wird es noch zu Verspätungen kommen.

  • Amerikanische Zehn-Zentner-Bombe in Köln gefunden.
  • Pendler aus dem Bergischen Land waren betroffen.
  • Blindgänger wurde gegen 12 Uhr entschärft.

In Köln-Deutz ist am Montagabend eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe bei Bauarbeiten gefunden worden. Entschärft wurde der Blindgänger am Dienstagmittag. Im Zugverkehr kam es zu erheblichen Einschränkungen. Pendler aus dem Bergischen Land, die in Richtung Köln mussten, mussten sich auf Einschränkungen einstellen. Während der Evakuierung fuhr kein Zug mehr nach Köln rein oder in Richtung Bergisches Land ab.

Der Blindgänger hatte mindestens einen Aufschlagzünder. Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse wurde die Bombe am Dienstag freigelegt und vollständig identifiziert. Die Evakuierung des Gefahrenbereichs erfolgte am Dienstag, 21. Januar, um 9 Uhr, teilte die Stadt Köln mit. Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde gegen 12.00 Uhr entschärft.

Ab 9 Uhr kein Fahrgastwechsel

Der Evakuierungsbereich wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit einem Radius von 500 Metern festgelegt. Von der Evakuierung war der Deutzer Bahnhof betroffen. Im gesamten Zeitraum der Evakuierung fand hier ab 9 Uhr kein Fahrgastwechsel statt. Die Hohenzollerbrücke wurde für den Zeitraum der Entschärfung gesperrt. Dies galt ebenfalls für den Schiffverkehr und den Luftraum. Die Hauptzufahrtsstraßen Mindener Straße und die Opladener Straße waren nicht von der Sperrung betroffen.

Betroffen von der Evakuierung waren insbesondere örtliche Wirtschaftsunternehmen und der Landschaftsverband Rheinland. Die Mediengruppe RTL Deutschland, RTL West sowie der Nachrichtensender NTV haben dort ebenfalls ihre Büros. Betroffen war auch die Kölner Oper im Staatenhaus. Hier konnte bis nach Abschluss der Maßnahme kein Spielbetrieb stattfinden. Lediglich 15 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. 

Badewanne oder eine Bombe

In Köln könnte ein weiterer möglicher Bombenfund massive Auswirkungen haben. Wegen einer möglichen Bombe im Boden droht die Sperrung der Autobahn 3 und die Evakuierung einer Klinik mit über 450 Betten. Kommenden Sonntag, 26. Januar, werden Fachleute am Fundort graben, um zu schauen, ob es sich tatsächlich um eine Bombe handelt. Sollte dies der Fall sein und eine Entschärfung notwendig werden, müssten die Sperrung und die Evakuierung sofort veranlasst werden. Das teilte ein Sprecher des Kölner Ordnungsamtes mit. Noch könne man aber nicht sagen, ob es sich bei dem Gegenstand im Boden um eine „Badewanne oder eine Bombe“ handle. red/lnw/gf/kaz

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