Pandemie

Wanderer halten in Burg den Abstand ein

Nicht nur in Oberburg appellierte die Stadt mit Schildern, wenn nötig Mund-Nase-Masken zu tragen.
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Nicht nur in Oberburg appellierte die Stadt mit Schildern, wenn nötig Mund-Nase-Masken zu tragen.

Bei Spaziergängen sollen die Corona-Regeln beachtet werden.

Von Lucas Hackenberg

Solingen. Die Burger Seilbahn darf wegen der aktuellen Corona-Schutzvorkehrungen zwar derzeit nicht fahren. Trotzdem war Schloss Burg an den vergangenen Wochenenden ein Anziehungspunkt für Menschen aus der Region. Viele Paare, Freunde und Familien brachen auch in den vergangenen Tagen auf, um frische Luft zu schnappen. Der schmale Weg zwischen Ober- und Unterburg wurde dabei häufig genutzt. Überfüllt wirkte er zumindest am sonnigen Samstagnachmittag nicht. Wo es doch einmal eng wurde, wurden Masken getragen, und die Spaziergänger nahmen aufeinander Rücksicht. Es ergab sich ein Bild, welches zwar von Vorsicht geprägt war, jedoch nicht die Sorgen der Menschen in den Vordergrund stellte.

Aufgrund der großen Anzahl an Besuchern am vorangegangenen Wochenende, war befürchtet worden, die Lage könnte leicht außer Kontrolle geraten. Die Situation, die sich am letzten Wochenende bot, war aber glücklicherweise eine ganz andere.

„Alles läuft aus meiner Sicht nach Vorschrift.“
Carmen Hillen vom Burger Büdchen

Dies sah auch Carmen Hillen vom Burger Büdchen in Unterburg so: „Letzte Woche war schon sehr viel los. Heute ist es etwas ruhiger, dennoch sieht man rund um die Schloßbergstraße viele Spaziergänger“, erklärte sie. Dass die geltenden Regeln allerdings keine Beachtung finden würden, verneinte sie: „Die Leute kommen hier rein, desinfizieren sich vorher die Hände und tragen ungefragt einen Mund-Nase-Schutz. Alles läuft aus meiner Perspektive also nach Vorschrift“, so Hillen weiter. Auch rund um das Büdchen bestätigte sich genau diese Schilderung. Die vielen Spaziergänger zeigten sich offen und gut gelaunt, ohne dabei das nötige Maß an Verantwortungsbewusstsein vermissen zu lassen.

Auch am vergangenen Wochenende zog es viele Familien zu Wanderausflügen und Spaziergängen in die Gegend rund um Schloss Burg.

Gerade für Familien war der Ausflug nach Schloss Burg eher ein Anlass zur Freude als zur Sorge. So kamen Eltern mit ihren Kindern sowohl aus dem näheren Umkreis, einige aber auch von weiter her, um die beeindruckende Herbstlandschaft rund um das Wahrzeichen des Bergischen Landes zu bestaunen: „Die Seilbahn war tatsächlich nicht der ausschlaggebende Punkt unserer Reise. Wir sind rein aus der Freude am Wandern hergekommen und sind hellauf begeistert“, erzählte eine Familie aus Baden-Württemberg.

In der Schlange vor dem Café Meyer in Unterburg mussten Besucher Abstand halten und Maske tragen.

Auch im Bereich der Cafés und Imbissbuden in Unter- und Oberburg wurde den geltenden Regeln zumeist gefolgt. Die 50 Meter Abstand, die zu den Verkaufsstellen eingehalten werden müssen, bevor Speisen und Getränke verzehrt werden dürfen, stellten sich ebenso wenig als Problem dar, wie ein geordnetes Anstehen in den Schlangen. So entstand kein ungutes Gefühl bei den Besuchern. Auch dies war im Vorfeld des Wochenendes häufig als eine mögliche Folge des großen Andrangs befürchtet worden.

Letztlich war das genaue Gegenteil der Fall. Die Leute freuten sich über einen schönen Novembertag, der vom zurzeit teils schwierigen Alltag ein wenig ablenken konnte: „Schlechte Neuigkeiten gibt es momentan genug. Den Kopf durch so einen schönen Spaziergang frei zu bekommen, tut gerade in der jetzigen Situation besonders gut“, berichteten zwei Freundinnen, die den steilen Pfad zum Burghof mit fröhlichen Mienen erklommen hatten. Viele Menschen konnten dem Tag auf diese Weise etwas Positives abgewinnen, was in der derzeitigen Situation wichtiger scheint denn je.

Hintergrund

Die Seilbahn zwischen Ober- und Unterburg darf ihren Betrieb derzeit aufgrund der Pandemie-Schutzverordnung nicht aufnehmen und steht still. Die schnellste Möglichkeit für Fußgänger, zwischen beiden Ortsteilen zu pendeln, bietet derzeit der schmale Burgsteig, auf dem es bei regem Wanderbetrieb durchaus auch manchmal eng werden kann.

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