Vandalismus

Von-der-Heydt-Park zerstört

Auf dem noch nicht eröffneten Kinderspielplatz rissen Unbekannte die Nestschaukel aus dem Betonsockel. Tobias Grosser (Firma Prager) und Miriam Wunder (Stadt Wuppertal) sind verärgert. Foto: Andreas Fischer
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Auf dem noch nicht eröffneten Kinderspielplatz rissen Unbekannte die Nestschaukel aus dem Betonsockel. Tobias Grosser (Firma Prager) und Miriam Wunder (Stadt Wuppertal) sind verärgert.

Geräte müssen nach nächtlicher Randale neu einbetoniert werden

Von Friedemann Bräuer

Wuppertal. „Als Familienvater liegt mir so ein Kinderspielplatz natürlich besonders am Herzen“, sagt Tobias Grosser, Vorarbeiter bei der Velberter Firma Grün & Grau, die derzeit dabei ist, den Von-der-Heydt-Park an der Jägerhofstraße mit Verbesserung der Wege, vor allem aber mit einem ungewöhnlichen Kinderspielplatz, attraktiver zu gestalten.

Umso entsetzter war er, als er am Sonntagmorgen bei einem Kontrollgang sah, dass in der davor liegenden Nacht nicht nur der Bauzaun um den neuen Spielplatz widerrechtlich geöffnet worden war, sondern dass Vandalen die frisch einbetonierten Geräte mit krimineller Energie herausgerissen und zerschlagen hatten. „Außerdem wurde die Rutschbahn zertrampelt, demoliert und unbrauchbar gemacht“, so Grosser.

„Die Geräte für den neuen Spielplatz lässt sich die Stadt rund 150 000 Euro kosten“, verrät Grün-und-Grau-Geschäftsführer Christian Prager und beziffert das gesamte Projekt im Von-der-Heydt-Park mit rund 400 000 Euro, die aus dem städtischen Haushalt aufgebracht werden.

„Gerade in Corona-Zeiten sind die Menschen froh, dass sie eine grüne Oase vorfinden, und dann so etwas völlig Sinnloses.“

Bauleiter Sascha Ochse

„Wer macht so etwas?“, fragt Bauleiter Sascha Ochse, der berichtet, dass man vor allem von den Anwohnern der Jägerhofstraße viel Zuspruch erhalten habe. „Gerade in Corona-Zeiten sind die Menschen froh, dass sie hier eine grüne Oase vorfinden, und dann so etwas völlig Sinnloses.“ Wie die Bauleitung erklärt, musste das Fundament komplett ausgekoffert, erneut zementiert und die Statik neu berechnet werden. Sechs Arbeiter sind seit dem 11. Januar vor Ort um in knapp einem halben Jahr den 3,2 Hektar großen Erholungspark in kleineren Abschnitten zu sanieren. So bleibt das Areal die meiste Zeit über nutzbar. Die Sanierung der Wege beinhaltet nach und nach die Erneuerung von Treppen, Belägen und Einfassungen sowie Teilen des Parkmobiliars.

Auch der Kinderspielplatz konnte bis zum Beginn der Umgestaltung weiter genutzt werden, wobei in dessen Planungen auch die Wünsche der Jüngsten aus dem Quartier einflossen. So sollen zwei Sandspielflächen, ein Klettergerät mit Rutsche, eine Nestschaukel und ein besonderes Gerät für Kleinkinder mit Sandschütte, Sandaufzug und Rutsche entstehen.

Als Besonderheit können Insekten auf Natur-Steinen entdeckt werden

In der Gestaltung soll das Thema „Wiese und Wiesenbewohner“ aufgegriffen werden. Alle Geräte bestehen aus grünen Stahlpfosten in Gras-Optik, kombiniert mit Kletterseilen und Holzelementen. Als Besonderheit sind kleine Entdeckungselemente gedacht, auf denen die unterschiedlichen Wiesen-Insekten auf Natursteinen abgebildet sind.

Damit die Arbeiten, die bis in den Frühsommer hineingehen sollen, zukünftig ohne mutwillige Zerstörung vonstattengehen können, wird das Ordnungsamt zusätzliche Kontrollen unternehmen.

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