Buchtipp

Mitarbeiter des Aquazoo Löbbecke Museums stellen ihre Lieblingstiere vor

Auch der Europäische Laubfrosch gehört heutzutage zu den seltenen Amphibienarten in Deutschland.
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Auch der Europäische Laubfrosch gehört heutzutage zu den seltenen Amphibienarten in Deutschland.

Düsseldorf. Welcher Frosch lässt sich im Winter einfrieren, um im Frühjahr wieder aufzutauen? Welches Tier im Reich der Amphibien ist so laut wie ein Presslufthammer? Und welches ist extrem giftig?

Von Stephan Eppinger

Antworten auf diese und andere Fragen aus der Welt der Frösche, Molche und Kröten geben drei Mitarbeiter des Düsseldorfer Aquazoos Löbbecke Museums in ihrem jetzt beim Emons-Verlag erschienenen Buch „111 Amphibien, die täglich unsere Welt verbessern“.

Amphibien mit besonderen Namen und Fähigkeiten

Zu den drei Experten gehört mit Sandra Honigs die stellvertretende Leiterin, die schon als Kind eine begeisterte Aquarianerin war und die heute die Amphibienstation im Aquazoo leitet. Co-Autoren sind ihre beiden Kollegen Marc Meßing und Beate Pelzer. Das Trio stellt seinen Lesern eine faszinierende Welt mit Tieren wie dem Froschkönig, dem Darwin-Nasenfrosch, dem Coqui-Pfeiffrosch, dem Harlekin-Baumsteiger und dem Mamormolch vor.

Mit ihrem Buch wollen die Autoren den Blick auf eine interessante und liebenswerte Tiergruppe lenken, die bei vielen Menschen nur wenig Beachtung findet. Vorgestellt werden hübsche Exemplare genauso wie die eher skurrilen Vertreter der Amphibien, die man auch bei einem Besuch im Düsseldorfer Aquazoo hautnah erleben und beobachten kann. Ausgewählt wurden für das Buch, das auch den Artenschutz unterstützt, von den 8445 bekannten Amphibienarten 111 Botschafter.

Das „Froschteam“ (v. l.): Sandra Honigs, Beate Pelzer und Mark Meißing haben ein Buch geschrieben.

Dazu zählt zum Beispiel der Afrikanische Goliathfrosch, der von Kopf bis Fuß bis zu 85 Zentimeter lang und bis zu vier Kilo schwer werden kann. Trotzdem kann er bis zu fünf Meter weit springen. Zu Hause ist der größte Frosch der Welt in Kamerun. Dort wird er „Bebe“, also Baby genannt. Weil er gejagt wird, gilt sein Bestand als gefährdet. Zu den kleinsten Fröschen zählt übrigens der Amau-Zwerg-Engmaulfrosch, der nicht einmal zwölf Millimeter groß wird. Zu den besonders großen Exemplaren bei den Kröten zählt die Agakröte, die in Teilen Mittel- und Südamerikas zu Hause ist. Als Schädlingsbekämpfer wurde sie auch nach Australien und Neuseeland ausgeführt. Allerdings interessierte sich die giftige Kröte nur wenig für die Reismotte, die sie jagen sollte. Dafür stellte sie für das fremde Ökosystem eine konkrete Bedrohung dar.

Zu den Stars unter den Amphibien zählt der Axolotl, der sich vom heiligen Wassermonster in Mexiko zum Liebling der Forscher und der privaten Halter mauserte. Heute ist sein Bestand allerdings akut bedroht. Ein fliegender Frosch in grellen Farben ist der Borneo-Flugfrosch, der mit seinen Flughäuten zwischen den Zehen bis zu 20 Meter von Baum zu Baum gleiten kann und so eher an einen Vogel erinnert.

Einen Einblick in ihr Innenleben geben die Glasfrösche, von denen es 154 verschiedene Arten gibt. Oben sind sie grasgrün gefärbt, ihre transparente Bauchhaut wirkt wie ein Schaufenster ihrer Organe. Zu den besonders seltenen Exemplaren zählen die Goldfrösche, die in Madagaskar nur auf einem Waldgebiet vorkommen, das gerade mal zehn Quadratkilometer groß ist. Ihre grelle Farbe dient als Warnung für mögliche Fressfeinde.

Die Knoblauchkröte gilt bei den Experten als „niedlicher Kampfknubbel“. Der Krötenfrosch ist eher klein, kann sich bei Gefahr aber aufblähen und dann das stinkende Sekret absondern, das ihm seinen Namen gab. Dabei bleibt es aber nicht. Das Tier kann auch schreien wie ein Kleinkind und springt den Angreifer mit aufgerissenen Maul an. Begegnen kann man dem kleinen Kämpfer auch hierzulande.

Amphibien

Buch: „111 Amphibien, die täglich unsere Welt verbessern“ von Sandra Honigs, Marc Meßing und Beate Pelzer, erschienen im Emons-Verlag, 18 Euro

Zoo: Aquazoo Löbbecke Museum, Kaiserswerther Straße 380, Düsseldorf, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 5 Euro

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