Nach Rettungsaktion

Vierjähriger schickt Brief an Feuerwehr

Staunend beobachtete Len die Feuerwehrleute bei dem Einsatz in Ohligs bei der Arbeit.
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Staunend beobachtete Len die Feuerwehrleute bei dem Einsatz in Ohligs bei der Arbeit.
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Von einer Rettungsaktion für Katzenjunge war der kleine Len aus Solingen sehr beeindruckt

Von Kristin Dowe

Solingen. Dieses Erlebnis ist dem kleinen Len nachhaltig in Erinnerung geblieben: Bei einem Ausflug mit seiner Großmutter Angelika Reiher, die er liebevoll nur „Moma Aki“ nennt, wurde er Zeuge eines Einsatzes der Feuerwehr, als diese kürzlich in Solingen-Ohligs vier Katzenjunge aus einer Baumkrone rettete. Davon war der Vierjährige offenbar so beeindruckt, dass er – mit Unterstützung seiner Oma – einen langen Dankesbrief für die Feuerwehr formulierte und diesen an unsere Redaktion schickte. „Ich habe zwar ein wenig geholfen, aber das sind alles Lens Worte“, versichert Angelika Reiher.

Was war geschehen? Beim Spaziergang mit seiner Oma auf einem Abenteuerspielplatz in Ohligs habe Len „ein großes Feuerwehrauto im Wald“ entdeckt. Der Grund für den Einsatz waren vier Katzenjunge, die in der Baumkrone saßen und „erbärmlich geschrien haben“, schildert der Junge mit der gebotenen Dramatik.

Den Feuerwehrwagen durfte sich der Vierjährige auch von innen anschauen und einen echten Helm aufziehen.

„Da die Kätzchen immer höher bis in die Baumspitze kletterten und die erste Leiter zur Rettung nicht reichte, musste ein zweiter Rettungswagen mit einer Drehleiter und Leiterwagen kommen“, heißt es in der Zuschrift weiter. Weitere Feuerwehrmänner hätten sich sogleich mit „Helm, Handschuhen und Seilen“ startklar gemacht, was bei Len für glänzende Augen sorgte. „Feuerwehrmann Sam kenne ich ja aus dem Fernsehen, aber das ist nichts dagegen. Die Männer von der Solinger Feuerwehr sahen alle groß, sehr stark und mutig aus!“

Ein einfaches Unterfangen sei die Rettungsaktion keineswegs gewesen, wie Lens Brief nahelegt. Denn die Tiere seien immer wieder verängstigt von Ast zu Ast gesprungen, und es habe eine Zeit lang gedauert, bis die Kätzchen, bis auf eine Ausnahme, erfolgreich eingefangen waren. Die Kräfte der Feuerwehr waren in der Zwischenzeit wohl auf den jungen Zaungast aufmerksam geworden und reagierten prompt: „Feuerwehrmann Andreas“ habe ihm „ein echtes Feuerwehrauto“ gezeigt. Er habe einen „schweren Feuerwehrhelm aufziehen und Feuerwehrhandschuhe anziehen dürfen“, schwärmt der Junge – sogar „Bedienknöpfe“ habe er in dem Einsatzfahrzeug drücken und eine Atemmaske ansehen dürfen. Sein Fazit: „Das war aufregend! Das hatte ich noch nie erlebt!“

Nur ein Kätzchen sei bei der Aktion in den Wald entlaufen, die Einsatzkräfte hätten noch eine Weile vergeblich nach dem Tier gesucht. Nun hofft Len: „Vielleicht findet ja ein Spaziergänger das Tierchen und bringt es auf einen Bauernhof, wo es etwas zu fressen bekommt.“

Den Tag werde er nie vergessen und seine Erlebnisse seinen Freunden in der Kita Hoppetosse erzählen. „Danke an die Solinger Feuerwehrmänner! Jetzt weiß ich, dass Ihr von der Feuerwehr nicht nur tierfreundlich, sondern auch sehr kinderfreundlich seid“, stellt Len fest und verspricht: „Wenn ich mal in Not bin, werde ich Euch anrufen.“

Über die besondere Fanpost freut sich auch der Chef der Solinger Feuerwehr, Dr. Ottmar Müller: „Wir bekommen immer mal wieder Dankschreiben oder E-Mails von Bürgerinnen und Bürgern. Ein solch nettes Schreiben habe ich aber auch noch nicht gesehen.“

An die beteiligten Kolleginnen und Kollegen des Einsatzes werde er das Feedback weitergeben.

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