Bauwettbewerb

Verkehr: 100 000 Besucher stellen Quartier Mirke vor Herausforderung

Das Gelände am Bahnhof Mirke wird der Austragungsort des architektonischen Zehnkampfs für Nachhaltigkeit sein. Archivfoto: Andreas Fischer
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Das Gelände am Bahnhof Mirke wird der Austragungsort des architektonischen Zehnkampfs für Nachhaltigkeit sein. Archivfoto: Andreas Fischer

Ergebnisse des nachhaltigen Bauwettbewerbs Solar Decathlon werden im Juni in Wuppertal vorgestellt.

Von Dawid Gryndzieluk

Wuppertal. Der Solar Decathlon wird das Quartier Mirke vor Herausforderungen bei der Anreise stellen. Verkehrsplaner der Bergischen Universität Wuppertal haben sich im Vorfeld unter Zuhilfenahme wissenschaftlicher Methoden mit möglichen Konfliktstellen beschäftigt und wie diese vermieden werden können. Nun stellte die Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse und Maßnahmen vor.

Während der zwölf Öffnungstage der Veranstaltung, vom 10. bis zum 26. Juni, wird die Zufahrt zum Quartier für Autos eingeschränkt oder verboten sein. Während Anlieger das Viertel weiterhin frei befahren können sollen, ist es erklärtes Ziel, die Autos der Besucher herauszuhalten.

Fahrradfahrer hingegen sind willkommen: 588 Stellflächen wurden eingerichtet. Sie rechnen mit insgesamt 100 000 Besuchern und rund 10 000 Fachbesuchern. „Auch unter normalen Bedingungen herrscht extreme Parkplatzarmut im Quartier Mirke“, erklärt der zuständige Bezirksbürgermeister Thomas Kring.

Anstatt bis vor die Pforten des Veranstaltungsgeländes des Solar Decathlon vorzufahren, werden motorisierte Besuche stattdessen über das Parkleitsystem der Stadt Wuppertal umgeleitet, beispielsweise in die nahegelegene Tiefgarage am Karlsplatz. Bei Zuwiderhandlungen bestehe die Möglichkeit, Fahrzeuge beseitigen zu lassen.

Ein weiteres Konfliktfeld könnte der Eingang zum Gelände an der Nordbahntrasse am Mirker Bahnhof werden. „Besonders an dieser Stelle sind Besucher dazu aufgefordert, gegenseitige Rücksicht zu üben“, sagt Bezirksbürgermeister Kring. Denn an dieser Stelle ist mit einer hohen Anzahl von Personen zu rechnen. Eine sogenannte Auffangfläche von 400 Quadratmetern soll an dieser Stelle entstehen.

Mit dem Nahverkehr statt mit dem Auto zum Solar Decathlon

Besucher können auch mit dem ÖPNV anreisen. Speziell Personen mit Gehbehinderung empfiehlt Bezirksbürgermeister Kring, mit der Buslinie 620 bis zur Haltestelle „Wuppertal Mirker Bahnhof“ zu fahren. So ließe sich der steile Weg von der Haltestelle „Schleswiger Straße“ umgehen.

Sonderbusse oder Shuttles wurden zwar in Betracht gezogen, fielen als Lösung laut Kring aber durch, da zu viele Umwege entstanden wären.

Die Wuppertaler Stadtwerke werden mit ihrer Abholdienstleistung „Hol mich! App“ Teil des Solar Decathlon. Die hellblauen Elektroautos sammeln per App angemeldete Fahrgäste ein und setzen sie am Veranstaltungsort ab. Sie gelten als öffentliches Transportmittel.

Die elektrischen Autos passen zur Idee des architektonischen Wettbewerbs. Er beschäftigt sich mit der Stadtplanung der Zukunft. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und soziale Verträglichkeit stehen dabei im Vordergrund.

sde.21.eu/de

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