Mit 160 Stundenkilometern in der Stadt

Verfolgungsjagd durch Elberfeld: 27-jähriger Einbrecher verurteilt

Der Flüchtige fuhr auch über die Briller Straße. Archivfoto: fri
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Der Flüchtige fuhr auch über die Briller Straße.

Wuppertal. Nach einem Einbruch in Haan und zwei weiteren Versuchen war der Täter mit seinem Auto nach Wuppertal geflüchtet – unter anderem soll er bei der Verfolgungsjagd auf der Briller Straße bis auf 160 km/h beschleunigt haben.

Von Anne Palka

Nun wurde der 27-Jährige vom Amtsgericht Wuppertal zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Er wurde unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt. Zwei Jahre lang darf er auch keine erwerben. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Laut Anklage war der Mann in der Nacht auf den 7. März in ein Haus in Haan eingebrochen und hatte d Gegenstände im Wert von rund 10 000 Euro gestohlen. Auch in zwei weitere Häuser in Haan habe er versucht einzubrechen, jedoch habe er einmal die Tür nicht aufbrechen können und einmal sei er gestört worden.

Mit einem Auto sei er nach Wuppertal geflüchtet und dabei unter anderem 100 km/h auf der Vohwinkeler Straße ohne Beleuchtung und 160 km/h auf der Briller Straße gefahren. Der Mann habe auf der Flucht vor der Polizei die Vorfahrt anderer Autos und eine rote Ampel missachtet.

An der Kreuzung von Arndt-Straße und Gustav-Freitag-Straße habe er plötzlich abgebremst, um einen Auffahrunfall mit einem verfolgenden Polizeiauto zu verursachen, heißt es in der Anklage. Er habe mehrfach heftig zurückgesetzt und sei mit hoher Geschwindigkeit dagegen gefahren, um einen Schaden zu verursachen und sich die weitere Flucht zu ermöglichen. Dass die Beamten dabei verletzt werden konnten, habe er billigend in Kauf genommen. Die Polizisten sollen das Auto des Angeklagten flankiert und ihn mit vorgehaltener Waffe aufgefordert haben, den Motor auszuschalten – das habe er ignoriert. Mit körperlicher Gewalt sei es den Beamten gelungen, das Fahrzeug zu stoppen, indem einer durch das Fenster auf den Beifahrersitz des Fluchtfahrzeugs geklettert sei. Eine Polizistin habe den Angeklagten durch ein Fenster aus dem Auto gezogen, dabei soll er sie gebissen haben. Einen weiteren Polizisten habe er mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so dass er eine Jochbeinprellung erlitten haben soll, und einen weiteren auf dem Weg in den Streifenwagen in den Unterleib getreten haben.

Das Gericht verurteilte den 27-Jährigen wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte und vorsätzlicher Körperverletzung.

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