Konjunkturumfrage

Verband sieht Warnzeichen für die Konkurrenzfähigkeit des Standortes

Die Stimmung der Unternehmen der Metallindustrie hat sich deutlich eingetrübt.
+
Die Stimmung der Unternehmen der Metallindustrie hat sich deutlich eingetrübt.

Wuppertal. Energie- und Rohstoffpreise machen der Metallindustrie zu schaffen.

Die Stimmung der Unternehmen der Metallindustrie in Wuppertal und Niederberg hat sich zum Jahreswechsel 2022/23 deutlich eingetrübt. Zwar werde die aktuelle Wirtschaftslage in den Betrieben noch überwiegend positiv eingeschätzt, die Erwartungen für die nächsten Monate seien jedoch so pessimistisch wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr. Das ist das Ergebnis einer Konjunkturumfrage des Verbandes der Metallindustrie in Wuppertal und Niederberg zum Jahreswechsel.

Deutlich gestiegene Energie- und Rohstoffpreise, die Unsicherheit über die tatsächlichen Entlastungen insbesondere der energieintensiven Betriebe, die vielerorts immer noch bestehenden Störungen der internationalen Lieferketten, die allgemeine Ungewissheit über die globale Wirtschaftsentwicklung und die schwindende Wettbewerbsposition des Industriestandorts Deutschland machten den Unternehmen schwer zu schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Auch die Lohnkosten würden im internationalen Vergleich auf einem hohen Niveau liegen. Ungeachtet dessen erweise sich die Beschäftigungssituation angesichts des zunehmenden Arbeitskräfte- und Fachkräftemangels insgesamt doch als robust.

Der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Metallindustrie von Wuppertal und Niederberg, Michael Schwunk, bezeichnete die Ergebnisse der Umfrage seines Verbandes als „deutliches Warnzeichen für die Konkurrenzfähigkeit unseres Industriestandorts“. Die Wettbewerbsposition der Unternehmen an den heimischen Standorten verschlechtere sich im internationalen Vergleich zusehends. „Die Energiepreise müssen jetzt schleunigst runter, sonst bleiben die Konjunktursignale auf Rot, und wir laufen Gefahr, in eine ernsthafte Rezession hineinzurasseln“, erklärte er. Große Sorge bereite ihm, dass die Unternehmen weniger investieren wollen.

Es müsse nun alles getan werden, um die Industrie durch die schwierige Situation zu bringen. Da seien das Land, vor allem aber der Bund gefordert. „Dazu gehören jetzt auch große Schritte bei der Planung und Genehmigung von Infrastrukturprojekten und richtig Tempo bei der Beschleunigung der Verfahren.“

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Hagelschauer im Bergischen: Drei Unfälle auf den Autobahnen
Hagelschauer im Bergischen: Drei Unfälle auf den Autobahnen
Hagelschauer im Bergischen: Drei Unfälle auf den Autobahnen
Pizzafahrer fährt in Wuppertal eine Treppe runter und bleibt stecken
Pizzafahrer fährt in Wuppertal eine Treppe runter und bleibt stecken
Pizzafahrer fährt in Wuppertal eine Treppe runter und bleibt stecken
Pina-Bausch-Tänzer: „Wir entwickelten sofort einen guten Draht“
Pina-Bausch-Tänzer: „Wir entwickelten sofort einen guten Draht“
Pina-Bausch-Tänzer: „Wir entwickelten sofort einen guten Draht“
Stichwahl in Wuppertal: Der Tonfall wird schärfer
Stichwahl in Wuppertal: Der Tonfall wird schärfer
Stichwahl in Wuppertal: Der Tonfall wird schärfer

Kommentare