Nachhaltigkeit

So unterstützen Firmen die Verkehrswende

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Der Umstieg ihrer Mitarbeiter vom Auto auf Fahrrad oder Pedelec wird von immer mehr Düsseldorfer Unternehmen aktiv gefördert. 

DÜSSELDORF Immer mehr Arbeitgeber in Düsseldorf greifen ihren Mitarbeitern bei Alternativen zum Auto unter die Arme.

Von Joachim Hennig

Die Verkehrswende ist in Düsseldorf ein omnipräsentes Thema. In den letzten Wochen und Monaten hat die Stadt nicht nur Umweltspuren in Pempelfort und Bilk, sondern auch neue Teile des Radhauptnetzes angelegt. Für die neuen Fahrradwege – wie zum Beispiel an der Kaiserstraße – sind Fahrspuren für Autos weggefallen. Die Infrastruktur für eine Stadt mit weniger Auto- und mehr Fahrradverkehr wächst. Trotzdem sind die neuen Radwege oft verwaist, die Straßen hingegen weiterhin überfüllt.

Der Wechsel vom Auto auf das Rad braucht für viele Bürger offensichtlich mehr Anreize. Einige Unternehmen haben sich die Verkehrswende auf die Agenda geschrieben und verschiedene Anreize für ihre Mitarbeiter entwickelt. Fahrrad-Leasing „Die Verkehrswende ist bei uns ein ganz großes Thema“, sagt Martina Hankammer, Pressesprecherin bei der Provinzial-Versicherung. Das Unternehmen möchte seine 2000 Mitarbeiter, die in der Zentrale in Wersten arbeiten, dazu motivieren auf das Auto zu verzichten.

Besonders das Fahrradfahren wird unterstützt. Seit neustem kooperiert das Unternehmen mit JobRad, einer Leasing- Firma für Fahrräder. Ähnlich dem Model von Dienstwagen, least die Firma ein Fahrrad, E-Bike oder Lastenrad für die Mitarbeiter. Die Raten werden über die Gehaltsabrechnung bezahlt. Es gibt einen steuerlichen Vorteil. Das Fahrrad darf auch privat genutzt werden. Die Provinzial hat das Projekt erst begonnen, aktuell nutzen 42 Mitarbeiter das Rad-Leasing-Angebot. Auf dem Gelände gibt es auch eine Fahrradgarage mit Reparaturstation. Dort kann ein platter Reifen geflickt und aufgepumpt werden.

48 Firmen wollen ihre Mitarbeitermobilität optimieren

Henkel, einer der größten Arbeitgeber in der Stadt, setzt auch auf das Dienstfahrrad. Seit etwa einer Woche können Mitarbeiter Räder leasen. Henkel arbeitet dazu mit dem Anbieter mein-dienstrad.de zusammen. Die Mitarbeiter können bis zu zwei Fahrräder auswählen, die sie auch privat nutzen dürfen. Auch Lastenräder und E-Bikes bis 25 km/h gehören dazu.

Neben der nötigen Infrastruktur baut die Stadt zusammen mit der Düsseldorfer Wirtschaft auch auf Mobilitätspartnerschaften mit Unternehmen. Teilnehmende Firmen sollen sich „zur effizienten und umweltgerechten Mobilität in ihrem Unternehmen bekennen und sie in ihrer Unternehmensphilosophie verankern“. Aktuell wollen so 48 Unternehmen ihre Mitarbeitermobilität optimieren, teilte ein Sprecher der Stadt mit.

DER KLASSIKER

ÖPNV Der Klassiker unter den Auto-Alternativen bleibt der ÖPNV. Die Rheinbahn bietet schon seit Jahren Firmen-Tickets und Großkunden-Rabatte an. Ab einer Abnahmemenge von 30 Tickets können Firmen das Angebot nutzen.

Im Rahmen dieser Partnerschaften werden auch gemeinsam individuelle Projekte entwickeln. So wurde im Dezember das Parkhaus der Provinzial am Wochenende als Park-and- Ride Parkhaus geöffnet. Für 9 Euro konnte man das Auto im Parkhaus in Wersten abstellen und mit einem Kombi-Park-Ticket für vier Personen per Bus und Bahn in die City zum Weihnachtsmarkt fahren. Neben dem Fahrrad ist die E-Mobilität ein großes Thema in Düsseldorf. Die Stadt selbst bietet ihren Beschäftigten zur privaten Nutzung fünf Elektroautos zur Miete an. Die Wagen können abends und an Wochenenden genutzt werden. Außerdem können sich Mitarbeiter der Stadt für die Erledigung von Dienstfahrten Elektroräder ausleihen.

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