32. Schülerrock-Festival

In der Uni-Halle rocken 3000 Besucher

Nicht nur auf den Bühnen ging die Post ab, sondern auch davor. Das Publikum machte in der Uni-Halle Party. Fotos: Andreas Fischer
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Nicht nur auf den Bühnen ging die Post ab, sondern auch davor. Das Publikum machte in der Uni-Halle Party.

WUPPERTAL Beim 32. Schülerrock-Festival in Wuppertal begeisterten 30 Bands und zwölf Rapper das Publikum.

Von Milka Vidovic

Mit den Drums geht es los, nach sechs Sekunden setzten die beiden Gitarren und der Bass ein, der Gesang legt sich über den Klang der Instrumente: Aus den Boxen dröhnt „Rock 'n' Roll“ von Led Zeppelin. Ein fast 50 Jahre altes Stück, gespielt von „NoSignal“, einer Band, deren Mitglieder gerade mal zwischen 18 und 27 Jahren alt sind.

Die etwas älteren Besucher des Schülerrock-Festivals trauen ihren Ohren nicht. „Woher kennen die das“, hört man eine Stimme in der Zuschauermenge sagen. Die meisten Jugendlichen im Publikum kennen das Lied nicht. Egal. Es ist laut, es ist schnell und macht Spaß. Die Menge tanzt. Für „NoSignal“ war dies die zweite Teilnahme am Schülerrock-Festival.

Das Duo TIL, Dennis und Eniz (v.l.) aus Wenden, drehte auf und begeisterte nicht nur die mitangereisten Fans.

Schon 2017 begeisterten Sänger Anton Antipin (18), die Gitarristen Philipp Pläcking (18) und Tim Braun (19), Schlagzeuger Dario Galesi (25) und Bassist Carmelo Nazzareno (27) mit ihrer musikalischen Energie. „Rock ist ein Lebensgefühl und das möchten wir mit unserer Musik an das Publikum weitergeben“, sagt Anton Antipin. Die Jungs aus Wuppertal, Remscheid, Sprockhövel und Castrop-Rauxel haben regelmäßig kleinere Auftritte, spielten beim Remscheider Bandfestival oder auch bei der Offenen Zeltstadt in Solingen. In ihrem Repertoire: Lieder von Led Zeppelin, Motörhead, AC/DC, die Foo Fighters oder auch Guns 'n' Roses. Auch einige eigenen Liedern haben sie komponiert.

Von Kalle Waldinger beim NRW Band Contest entdeckt

Gerockt hat die Hauptbühne auch die Band „Deafless“. Die Jungs aus Bergisch Gladbach und Troisdorf spielten zum ersten Mal vor so großem Publikum. In klassischer Besetzung (Schlagzeug, Gitarre, Bass und Gesang) heizten Tim Mansfeld (18), Sven Stefer (19), Jonathan Prickartz (17) und Daniel Regbgzinski (18) dem Publikum ein. Ihr Stil: Rock, ihre Vorbilder: Chuck Berry, Red Hot Chili Peppers oder auch Black Sabbath. Zum Schülerrockfestival wurden sie von Veranstalter Kalle Waldinger eingeladen. „Wir nahmen am NRW Band Contest T2M teil. Wir haben den achten Platz belegt. Kalle saß in der Jury. Nach unserem Auftritt fragte er uns, ob wir Lust hätten, beim Schülerrock-Festival mitzumachen“, sagt Jonathan Prickartz. Und die Schülerband überzeugte in der Uni-Halle. „Wir haben so viele gute Bands im Bergischen“, sagt Waldinger.

Dass gute Musik nicht immer laut sein muss, bewies Alina Paganfairy. Die Elberfelderin, die eigentlich Alina Kaczmarczyk (18) heißt, benötigte nicht viel, um das Publikum zu verzaubern. Eine Gitarre, ihre Stimme und ihren Freund Kevin Schneider (18), der sie auf einem Cajon (Kistentrommel) begleitet. Seit drei Jahren gehen die Ronsdorfer Gesamtschüler einen gemeinsamen musikalischen Weg. Für die Uni-Halle hatte sich Alina unter anderem für das Lied „Fallschirm“ von Mia entschieden. „Normalerweise singe ich auch eigene Lieder. Aber für ein so großes Publikum habe ich etwas ausgesucht, dass die meisten kennen“, erklärt sie. Sie singt auf Deutsch und Englisch und ordnet ihre Musik dem Singer-Songwriter Genre zu.

SCHÜLERROCK-FESTIVAL

VERANSTALTUNG 30 Bands und zwölf Rapper zeigten beim 32. Schülerrockfestival in der Uni-Halle vor 3000 Besuchern ihr Können. Gewinner Platz 1: The Cube (Wuppertal); Platz 2: Florian Alexander Kurz (Remscheid); Platz 3: Lukas Janik Tape Platz 4: Deafless (Bergisch Gladbach/Troisdorf.

Erstmals wurde der Kreativpreis der Hartmut-und-Lore-Schuler-Stiftung vergeben. Das Preisgeld von 3000 Euro ging an Martina Liedke. Die Sängerin (Kinderband „Pünktchen Pünktchen“, später „Pilos Puntos“) hat früher selbst am Schülerrockfestival teilgenommen und wurde nun für ihre Verdienste um das Projekt geehrt.

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