ÖPNV

Uni-Express zum Döppersberg wäre zu teuer

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Nach der Eröffnung des Busbahnhofs am Döppersberg hatten Studenten einige Fragen.  

WUPPERTAL Wuppertaler Studenten stellen Fragen zum ÖPNV. Schnell zum Bahnhof bleibt ein Wunsch.

Von Martin Wosnitza

Wie kommt der neue Busbahnhof am Döppersberg bei den Studierenden an? Und wie stehen die Chancen für einen Uni-Express-Bus bis zum Wuppertaler Hauptbahnhof? Dies waren Schwerpunktthemen bei einer Online-Fragestunde, die der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) unter Moderation des studentischen Senators Lukas Vaupel mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) organisiert hatte.

Vorab und während des Facebook-Livestreams konnten Studierende Fragen zum Nahverkehr stellen. Für eine Stunde standen Daniel Gutseel, Leiter Vertriebsinfrastruktur, und Ludwig Froning, Leiter des Bereichs Angebotsplanung, Rede und Antwort.

Warum fährt kein Uni-Express bis zum Wuppertaler Hauptbahnhof? Einerseits, so die WSW, seien Studierende zwischen den Haltestellen „Hauptbahnhof“ und „Historische Stadthalle“ zu Fuß schneller unterwegs als mit dem Bus. Andererseits habe diese Liniengestaltung wirtschaftliche Gründe. Wie Ludwig Froning ausführte, müssten die Stadtwerke „aus der Hüfte geschossen mehrere hunderttausend Euro reinschießen“. Finanzielle Mittel, die die Stadtwerke nicht hätten. Warum starten so viele Busse zum Campus an der Stadthalle? Zum Start des neuen Busbahnhofes räumten die WSW-Vertreter im Livestream Kommunikationsprobleme in puncto Fahrten zur Universität ein: „Da gab es zuerst Missverständnisse, dass so ziemlich alles nur an der Stadthalle abfährt. Dem ist nicht so.“ Zu den Spitzenzeiten, gegen 8 und 10 Uhr morgens, würden mehr als 70 Prozent der Fahrten hoch zum Campus Grifflenberg am Hauptbahnhof starten. „Die werden verstärkt von etwa 30 Prozent, die ausschließlich zwischen Historischer Stadthalle und dem Hauptcampus fahren.“ Zugleich erklärten die WSW-Vertreter, dass aus Kostengründen keine Steigerung der eingesetzten Uni-Express-Busse, sondern lediglich kleinere Optimierungen umsetzbar seien. Angesichts immer mehr Studierender sei es laut Froning „schwierig, dem nachzukommen im ÖPNV, wenn man dann nur auf Bus setzt“. In puncto Seilbahn verwies Froning auf die Politik und Verwaltung als Entscheidungsträger: „Wenn das gewollt wird, machen wir das gerne, wenn es nicht gewollt wird, dann machen wir es halt auch nicht und dann können wir nur im Kleinen optimieren.“ Was ist mit dem Rückstauproblem am neuen Busbahnhof? Wer vom Busbahnhof abfährt, dem wird es schon häufiger aufgefallen sein. Bereits an der ersten Ampel, der Ausfahrt vom Busbahnhof, kommt es häufig zu größeren Rückstaus. Linien, die in Richtung Universität fahren, müssen bis zur Stadthalle noch drei weitere Ampelanlagen bewältigen. Dazu erklärten die WSW-Vertreter, dass die Stadt Wuppertal Änderungen an den Ampelanlagen prüfe, um die Stau-Erscheinung zu beseitigen, was laut WSW durch „mehr Grünzeiten“ möglich wäre. Entscheidungsträger sei hier jedoch die Stadt Wuppertal. Ist der Busbahnhof zu klein geraten? Zu klein sei der Busbahnhof nicht, wie Froning erklärt: „Der ist schon sehr ordentlich dimensioniert, das passt schon auf die Fahrgastmengen, die wir da abwickeln müssen.“

Warum gibt es keine zweite Zufahrt zum Hauptbahnhof? Die Möglichkeit eines zweiten Weges zum Busbahnhof an der Bundesbahndirektion und dem alten Bahnhofsgebäude vorbei ginge nicht, weil „wir über die sogenannte Bahnhofs-Mall fahren würden. Die hat eine Tonnagebegrenzung von 7,5 Tonnen.“

UMFRAGE

BEITRAG Dieser Text ist bereits in der Campus-Zeitung Blickfeld erschienen. Diese hat aktuell auch eine Umfrage zum Busverkehr organisiert. Mehr Infos gibt es unter: blickfeld-wuppertal.de/ oncampus/umfrage-zum-busverkehr- zur-bergischen-universitaet- wuppertal

Auch kleinere Themen wurden angesprochen. So sei es innerhalb der nächsten zwei Jahre geplant, das Semesterticket in der Uni-App als Barcode abzubilden. Der Wunsch nach einem Wetterschutz an den Haltestellen am Campus Freudenberg nahmen die WSW-Vertreter mit als Anregung für eine gegebenenfalls mittelfristige Umsetzung. Grundsätzliches Problem sei aber, dass die Flächen weder der Stadt noch den Stadtwerken gehören würden, sondern dem Bau- und Liegenschaftsbetrieben NRW (BLB.NRW), was einer zusätzlichen Abstimmung bedürfe. Jedoch sei dies bislang noch kein Thema für die Wuppertaler Stadtwerke gewesen.

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