Gebäude soll verkauft werden

Ungewisse Zeiten für Gold-Zack-Fabrik

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2020 soll die Gold-Zack-Fabrik verkauft sein. Das könnte Konsequenzen für die Mieter haben. 

WUPPERTAL Die Fabrik wird zum Verkauf angeboten. Zukunft auch des WSV-Fanprojektes ist ungewiss.

Von Andreas Boller

Bis Ende 2020 will die Stadt Wuppertal die Delphin GmbH auflösen. Das hat Konsequenzen für einige Mieter städtischer Immobilien. Denn die Delphin GmbH ist eine Tochtergesellschaft, die vor rund 25 Jahren Gebäude gekauft hat, um alteingesessene Unternehmen in Wuppertal liquide zu halten. Doch wie im Fall der Gold-Zack-Fabrik ist die Rechnung nicht aufgegangen. Am Ende blieb die Stadt auf hohen Kosten und den Immobilien sitzen, die sie nun bis Ende 2020 verkaufen will.

Die Stadt müsste viel Geld in die alte Textilfabrik stecken

Dass die Stadt das Gebäude und 8000 Quadratmeter große Grundstück veräußern will, löst unter den Mietern keine Begeisterung aus. Das alte Gold-Zack-Gebäude nahe der A46-Abfahrt Katernberg und direkt an der Nordbahntrasse. Mieter sind unter anderem das Café Blo, das mit seiner spektakulären Indoor-Boulder-Anlage eine Anlaufstelle für Kletterfreunde aus ganz NRW ist, das WSV-Fanprojekt sowie das Talton-Theater. Dessen Leiter Jens Kalkhorst zeigte sich von der Ankündigung der Stadt überrascht und forderte Verantwortungsbewusstsein für die Mieter ein.

HINTERGRUND

GOLD-ZACK Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. 1934 entstand die Marke Gold-Zack als Zusammenschluss zweier Textil-Unternehmen, die Gummibänder, Kordeln, Sockenhalter, Hosenträger, Strumpfhalter und Schirmhalter herstellten. Das Textilunternehmen überlebte den Strukturwandel nicht. Heute werden Kurzwaren unter dem Namen Gold-Zack von der Prym Group hergestellt.

Für das Gebäude soll es bereits Interessenten geben, aber es sei noch keine Entscheidung gefallen, sagt Stadtdirektor Johannes Slawig. Da Dach und Fassade dringend saniert werden müssen, will die Stadt die Immobilie loswerden. Laut Slawig war die Auflösung der Delphin GmbH und damit der Verkauf des Gebäudes schon zu einem früheren Zeitpunkt geplant und bekannt gewesen. Man versuche einen Käufer zu finden, der die Mieter übernimmt und achtsam mit dem Bestand umgeht. Garantieren könne er das aber nicht.

Viele der Mieter der Gold-Zack-Fabrik sind mit Herzblut bei der Sache. Nicht alle sind finanziell auf Rosen gebettet. Für die Fans des WSV ist das dort ansässige Fanprojekt, in dem wertvolle Sozialarbeit geleistet wird, eine wichtige Anlaufstelle. Sollte ein neuer Besitzer kündigen, würde die Stadt andere Räume suchen. „Das würde aber nicht einfach umzusetzen sein“, sagt Slawig.

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