Unabhängige Hilfe für Schwebebahnopfer

Wuppertal. Ombudsmann Wilhelm Berstermann soll zwischen Schwebebahnopfern und WSW vermitteln und juristisch beraten. Als unabhängiger Berater soll er Vermittler zwischen den Wuppertaler Stadtwerken und den Opfern des Schwebebahnunglücks sein. Der neue sogenannte Ombudsmann, der 66-jährige Jurist Wilhelm Berstermann, sieht denn auch "seine vornehmste Aufgabe darin, mit den Betroffenen zu reden".

Erfahrung mit dem Metier hat der Vizepräsident des Landessozialgerichts a. D. reichlich,. "Das Schmerzensgeld ist das eigentliche Problem", meint Berstermann. Er begrüßt es, dass die WSW von einer grundsätzlichen Haftung ausgehen. Bei der Bestimmung der Höhe des Schmerzensgeldes helfe aber letztlich nur der Rückgriff auf Entscheidungssammlungen.

In dieser Frage müssten sich die WSW zurückhalten, sie könnten schließlich nicht ihr eigenes Verschulden feststellen. Als Vermittlern zwischen den Opferanwälten und der Rechtsabteilung der WSW sieht Berstermann denn auch seine Position.

Doch auch für die Opfer selbst, die eine juristische Beratung wünschen, steht der ehemalige Richter bei seinen wöchentlichen Sprechstunden zur Verfügung.

"Ein Drittel der Verfahren sind bislang abgeschlossen", meldet WSW-Jurist Jörg Rodehorst. Mit den Anwälten von 23 Opfern und Angehörigen stehe man noch in Verhandlungen. Überall seien aber - wobei sich die Höhe nach der dem Grad der Verletzungen richte - Vorschüsse gezahlt worden.

"Bislang haben wir 500 000 Mark Schmerzensgeld bezahlt", stellt der Vorstgandsvorsitzende der WSW, Dr. Hermann Janning, fest. Mit den Ansprüchen von Versicherungen und anderen Institutionen summiere sich das auf 1,85 Millionen Mark.

"Es ist der unberechtigte Eindruck entstanden, wir kämen der Schadensabwicklung nicht so nach, wie es sein sollte" erklärt Janning zur Berufung des Ombudsmanns. Von seiner Tätigkeit erwarte man auch Empfehlungen für die Mitarbeiter, was noch getan werden müsse. Und warum zu diesem Zeitpunkt? "Irgendwann hat man die Idee, und dann muss man es machen, auch wenn es schon früher hätte geschehen können", so Janning.

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