Festival

4000 Besucher werden zum Trassenrave erwartet

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Im vergangenen Jahr stand die Bühne noch in direkter Nähe des Bahnhofs. 

WUPPERTAL Das Festivalgelände am Bahnhof Mirke in Wuppertal wird verlagert. Radweg wird frei gehalten.

Von Manuel Praest

Wuppertal. Beim ersten Mal traf sich ein kleiner Kreis von Techno- Freunden am Bahnhof Mirke, baute ein paar Boxen an der Nordbahntrasse auf „und wartete, was passiert“, erinnert sich Julian Dell. Fünf Jahre nach der Premiere des Trassenraves von Utopiastadt am Mirker Bahnhof sind längst andere Dimensionen erreicht: 4000 Besucher erwarten die Organisatoren um Dell und Johannes Schmidt am kommenden Samstag. 13 Uhr geht es los, pünktlich um 22 Uhr werden die Boxen abgedreht.

Die Gäste erwarten einige Neuerungen. Die größte: Das Festival-Gelände wurde Richtung Barmen verschoben. Zwei große Tore für den Ein- und Ausgang wird es geben in Nähe der Sandfläche, die für den Rave zur Cocktail-Bar wird. Zentrum des Raves wird das Zirkuszelt.

„Die Seitenwände machen wir ab“, kündigt Dell an. Die Bühne wird dahinter aufgebaut. Insgesamt wird das Gelände größer. Vor allem deshalb, weil im vergangenen Jahr der Trassenjam aufgrund des Besucheransturms abgebrochen werden musste. In diesem Jahr wollen die Utopisten besser vorbereitet sein. Ein weiteres Ziel der Organisatoren: Der Betrieb auf der Nordbahntrasse soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, der Radweg durchgehend befahrbar bleiben. „20, 30 Helfer waren im letzten Jahr damit beschäftigt, die Trasse freizuhalten“, sagt Johannes Schmidt. Und ein Durchkommen habe es trotzdem nicht über die ganze Zeit gegeben. Direkt auf die Trasse kommen die Besucher vom Festivalgelände nun gar nicht mehr, nur noch über die Notausgänge.

Auch sonst versuche man, auf die Interessen aller Beteiligten einzugehen, betonen Schmidt und Dell. Das gelte auch beim Thema Lärm. Die Bühne wird diesmal in eine andere Richtung aufgestellt, auch die Boxen anders ausgerichtet, mit Rücksicht auf die Nachbarn.

Lob von der Stadt: Utopiastadt arbeitet professionell

Das Ordnungsamt werde ein Auge und Ohr drauf haben, sagt Dezernent Matthias Nocke. Es gebe aber immer jemanden, der sich beschwere, das lasse sich kaum vermeiden. Der Trassenrave an sich sei aber „eine super Nummer“. Utopiastadt habe sich NRW-weit damit einen guten Namen gemacht, hebt Nocke hervor, der bekanntlich bei der Verwaltung nicht nur für das Thema Ordnung, sondern auch Kultur zuständig ist. Die Stadt behandele den Rave als Großveranstaltung, mit allen Auflagen. Vonseiten des Ordnungsamtes gebe es vor allem Lob. „Utopiastadt macht das sehr professionell“, so Nocke.

Dass die Veranstaltung längst auf sich aufmerksam gemacht hat, betont auch Dell. Ian Pooley, gemeinsam mit TITIA aus Amsterdam diesmal Headliner, ist eine echte Größe in der Szene. Der Wahl-Berliner arbeitete bereits mit Stars wie Daft Punk zusammen, legt auch im legendären Berghain in Berlin auf – und reist nach seinem Auftritt in Wuppertal direkt weiter zum nächsten Festival nach Kroatien. Angesichts der Konkurrenz „sind wir sehr stolz, dass wir ihn hier haben“, sagt Dell, der als „Torro Molinoz“ selbst auf der Bühne stehen wird. Insgesamt sind am Samstag, so Johannes Schmidt, rund 100 Ehrenamtler für Utopiastadt im Einsatz. Die Bühne baut Michael Thöne von Thöne & Partner auf. „Er hat daraus ein Azubi-Projekt gemacht“, freut sich Schmidt. Doch trotz all der Hilfe, der Rave sei ein finanzieller Kraftakt. Den freien Eintritt wolle man natürlich beibehalten. „Für Spenden sind wir aber dankbar“, kündigt Schmidt an und verweist auf die Supporter-Tickets. Wer die erwirbt, bekommt ein Unterstützer-Bändchen und einen Schnaps.

TRASSENRAVE

HEADLINER Ian Pooley und TITIA. Außerdem sind Torro Molinoz (Ich Geb Mir Die Muk), Phil2 (Lola, Siegen), Hari&Gisi (Aeronautik) und Raa Shid (Björn & Reinhardt) dabei.

TERMINE Beginn ist um 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.

AFTER-SHOW-PARTY Nach 22 Uhr geht der Rave in eine After-Show-Party über. Um 22.30 Uhr geht es im U-Club, Friedrich- Ebert-Straße 191, weiter. Gefeiert wird auf drei Floors. Tickets kosten an der Abendkasse 9 Euro.

APP Erstmals gibt es eine kostenlose App mit Infos zu Künstlern, aber auch zur Anreise und dem Füllstand des Geländes.

lineupr.com/utopiastadt/trassenrave

SUPPORTER-TICKETS 5 Euro

wuppertal-live.de

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