Tempo 30 soll weniger Lärm verursachen

Limit

WUPPERTAL 172 Lärmschwerpunkte hat ein Büro in Wuppertal ausgemacht, weitere zehn entlang der Autobahnen. Demnach sind 14 000 Einwohner Wuppertals von erhöhten Lärmwerten – 70 Dezibel am Tag, 60 Dezibel in der Nacht - regelmäßig betroffen. In den meisten Fällen sind es vorbeifahrende Autos beziehungsweise Motorräder, die für die Lärmbelästigung von Anwohnern verantwortlich sind.

In einem Lärmaktionsplan sollen nun Maßnahmen vorgeschlagen werden, um Schwerpunkte zu beseitigen und ruhige Zonen zu schützen. „Die kostengünstigste Lösung ist die Einrichtung einer Tempo-30-Zone“, sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke. Die Begrenzung auf Tempo 30 wird in dem Aktionsplan für 58 Lärmbrennpunkte vorgeschlagen. Für neun Straßen sieht die Verwaltung gute Chancen, die Entschleunigung des Verkehrs im Sinne der Anwohner umzusetzen – drei Abschnitte allein auf der Heckinghauser Straße.

Doch Tempo 30, das eine Reduzierung der Geräuschkulisse bis zu drei Dezibel bedeuten kann, ist nicht das einzige Mittel. An 15 Stellen soll ein Lärm mindernder Fahrbahnbelag aufgebracht werden, was bis zu fünf Dezibel weniger bedeuten kann. An fünf Stellen wird die Fahrbahn komplett saniert. Alle 172 Lärmschwerpunkte zu entschärfen, sei nicht machbar, heißt es von der Stadt. Daher sei das Ziel, einer maximalen Anzahl von Betroffenen im Rahmen der Möglichkeiten zu helfen. Zudem gelte es, Synergieeffekte zu erzielen. Tempo 30 trage neben der Reduzierung der Lautstärke zu einer geringeren Luftbelastung bei. Der Einbau von Radwegen erhöhe den Abstand der Gebäude vom motorisierten Verkehr und könne die Belastung um ein weiteres Dezibel senken.

Den Lärmaktionsplan bewertet Andreas Mucke als wichtigen Schritt, um die Themen Ökonomie, Ökologie und Soziales in der Stadt zu verbinden und zu entwickeln.

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